Wie Haensel und Gretel, nur ohne Kruemel…

Auf eigene Faust!
Der vielen Tourangebote zum Trotz entschieden wir uns ersteinmal auf eigene Faust loszuziehen und einen der „ausgeschilderten“ „Junglewalks“ auszuprobieren. Nachdem wir uns im Guesthouse informiert hatten, fiel die Wahl auf Path 10, da dieser eine schoene Aussicht vom Gipfel verspricht. Motiviert und zielstrebig zogen wir los, allerdings erst einmal in die falsche Richtung … Diese Einstiege zu finden ist gar nicht so einfach!

Path 10
Als wir es dann endlich geschafft hatten, auf den richtigen Weg zu gelangen, holte uns ploetzlich ein lustiger Englaender ein, der im selben Guesthouse wohnte wie wir. Nach kurzem Plausch kletterte er mit einem Affenzahn den Huegel hoch und ward nicht mehr gesehen … Als wir zwei Untrainierten dann auch endlich oben ankamen, genossen wir erst einmal die schoene Aussicht, die interessante Vegetation und die gute Luft. Wir wunderten uns, dass der Englaender wohl kein Interesse daran fand, denn von ihm war weit und breit keine Spur … Genauso wie von Path 10. Sollte da nicht ein Schild sein? Etwas verwirrt standen wir da, was gluecklicherweise ein Tourguide bemerkte, der kurz nach uns mit einer Gruppe die Kuppe des Berges erreichte. Hinter dem Strommast, ueber eine kleine Anhoehe, quer durch ein Feld und zwischen einigen Bueschen hindurch zeigte er uns den weiteren Weg (der dann uebrigens ploetzlich Path 12 hiess …) Der Englaender hatte wohl nicht das Glueck einen solchen Tourguide zu treffen, denn nach kurzer Zeit holte er uns erneut von hinten ein. Er hatte sich verlaufen … Soviel zu den „ausgeschilderten“ Wegen. Sicherheitshalber gingen wir den restlichen Weg zu dritt.

Am Fusse des Berges angelangt, durchquerten wir ein Orang Asli Dorf ( Orang ist das malaische Wort für „Mensch“; „Asli“ bedeutet „zuerst“, „ursprünglich“; also sozusagen die Ureinwohner Malaysias). Von ihnen stammen auch die Wanderwege, wie wir spaeter erfuhren. Deshalb faellt die Beschilderung eher duerftig aus, denn die Orang Asli finden sich in „ihren“ Waeldern blind zurecht.

Kaum auf der asphaltierten Landstrasse zurueck Richtung Stadt angelangt, fing es auch schon an zu regnen. Wir besitzen nur EINEN Regenponcho, also was tun? Zu zweit drunter! Das Ding ist ja schliesslich gross genug! Hat mehr schlecht als recht funktioniert … Gluecklicherweise passierte uns ein Van unseres Guesthouses, der so nett war, uns nach Hause ins Trockene zu chauffieren. Unsere fuer den folgenden Tag geplante gefuehrte (!) Tour zu den Teeplantagen, mussten wir dann trotz Allem verschieben, denn die Schuhe trieften nur so … Aber das holen wir nach!

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7 Kommentare zu „Wie Haensel und Gretel, nur ohne Kruemel…“

  1. ….Wow Melli!!!

    toller, abenteuerlicher Bericht. Wirklich sehr interessant !!

    Seid froh, dass ihr euch nicht verlaufen habt, bzw. „kompetente“ Hilfe da war und ihr den Poncho nicht als „Trinkwasserzisterne“ zum Überleben nutzen mußtet :) ….weiterhin viel Spaß dann bei den geführten Touren und a u f dem Poncho zum Sitzen und ausruhen – hoffentlich ohne Regen -:)

  2. Na, da kann ich mich ja nur anschließen ! Klasse Bericht Melanie , hat Spaß gemacht zu lesen.

    Aber die Berichte macht Ihr beide gut, immer interessant.
    Da könntet Ihr hinterher ein richtig tolles Urlaubsbuch draus machen, mit vielen Fotos.
    Schon mal überlegt ????

    Ich hoffe, Eure Schuhe sind inzwischen wieder trocken, Ihr habt die Tour zur Teeplantage machen können und dort einen richtig guten Tee getrunken.

    Wünsche Euch weiterhin viel Erfolg und Spaß bei den Abenteuer-Touren

  3. die schuhe sind schneller getrocknet, als wir dachten… und sie waren heute wieder im einsatz :) unsere heutige tour war wirklich klasse, und einen leckeren tee gabs oben drauf!!!

    aber dazu morgen mehr… dann berichten wir noch einmal ausfuehrlichst! :)

  4. Huhu – auch von mir mal wieder ein Hallo!
    Angenehme Temperaturen, Regen – schön! Ich habe jetzt auch meinen T-Shirt und Radhosen-Abdruck :o) Bin ziemlich viel geradelt und schön braun geworden – aber an euch komme ich wahrscheinlich nicht ran!

    Die Touren hören sich echt toll an. Würde gerne auch mal eine Abenteuertour mit „unbekanntem“ Ziel machen, einfach drauf los und hoffen, dass ein Schild kommt…

    Viel Spaß noch!

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