Jogja die Zweite …

Sultan’s Palace
Natuerlich gibt es in Jogja weit mehr zu sehen, als die kleinen Gassen, im Kuenstlerviertel der Stadt. So begaben wir uns ein wenig aus Fightseeing-Tour und besuchten erst einmal den Sultanspalast. Gleich zu Anfang faellt auf, dass hier nicht wirklich geprotzt wird. Die Einrichtungen und die Empfangshoefe sehen alle ein klein wenig mitgenommen aus – eine kleine Renovieraktion koennte also nicht schaden. Allerdings wurde auch der Palast vor einem Jahr von einem Erdbeben stark zerruettet, Risse in den Waenden zeugen heute immer noch von der Naturgewalt.
Ja, und sehr viel mehr gab es im Grunde auch nicht zu sehen: Die Hoefe und Gebaeude fuer Staatsempfaenge und Ehrengaeste, kleine Pavillons in denen Gewaender ausgestellt waren … das war’s! Dabei gaebe es doch noch soooo viel zu entdecken, schliesslich leben auf dem Palastgelaende rund 25.000 Menschen. Bedienstete, ehemalige Bedienstete, Angehoerige der Sultanfamilien etc.. Denn stand man einmal im Dienste des Sultans, so braucht man sich um seinen Lebensabend keine Gedanken mehr zu machen. Die Unterkuenfte sind in der Regel auf Lebzeiten umsonst und das Einkommen (sowie alle Ausgaben innerhalb des „Palastdorfes“) absolut steuerfrei! So laesst sich’s natuerlich leben … Da kann man als Besucher auch einmal ueber kaputte Waende in den Empfangshallen hinwegsehen :)

Water Castle
Ein weiteres Highlight in Jogja, ist das Areal des alten, und auch schon laengst zu Ruinen zerfallene Water Castle. Nicht weit vom Palast entfernt gelangt man durch schmale Gassen in ein kleines Stadtviertel, dass wohl auch Bedienstete des Sultans unterbringt. Das Besondere an diesem Viertel ist, dass es die Ruinen des Water Castle beherbergt.
Einer der Locals („no money, no money – i work for the sultan!“) fuehrte uns durch die alten Gassen und zeigte uns die Highlights dieser Gegend. Je tiefer wir durch die engen Wege in das Viertel eintauchten, desto schoener und urspruenglicher wurde es. Hinter jeder Strassenecke gab es etwas Neues zu entdecken … Alte Ruinen, Tempel, Moscheen … wie eine Reise in eine andere Zeit. Vor allem war es still! Kein Motorenlaerm, keine Mopeds um uns herum – einfach erholsam!
Unser Guide fuehrte uns ueberall herum, konnte uns zu jedem Stein etwas erzaehlen und war sichtbar stolz hier zu wohnen. Sein Enthusiasmus war ungeschlagen und unsere Begeisterung fuer das alte Stadtviertel geweckt. Einer der Highlights war die ehemalige Badeanstalt des Sultans, in dem nur Frauen Zutritt hatten. Der Sultan konnte jedoch die Pools von einem kleinen Tuermchen aus ungestoert beobachten, um sich so seine naechste Gattin auszusuchen … Auf diese Weise kommt man hier eben auf rund 20 Frauen ;)

Ich weiss nicht mehr, wie lange wir in dieser Gegend unterwegs waren, aber die Sonne ging schon langsam unter, als wir noch einmal von den Burgruinen ueber die ganze Stadt schauten. Unserem Guide war nach dem schoenen Trip wirklich nicht zu veruebeln, dass er uns in ein Batik-Kunst-Shop „seines Bruders“ schleppen wollte – Jogja ist im fuer seine Batikkunst weltbekannt – Allerdings war mit uns leider kein Geschaeft zu machen.

Fazit
Der Stadttrip in das Water Castle ist sehr zu empfehlen. Man muss wirklich nur ein wenig durch die alten Gassen schlendern und sich von der Stimmung mitreissen lassen – So kommt hier jeder auf seine Kosten. Der Palast (mit Fuehrung fuer rund 3000Rp. – 20Eurocent) ist nicht wirklich sehenswert, aber die Informationen des Guides machen all das wieder wett.
Nun lassen wir aber mal wieder ein paar Bilder sprechen:

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