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Sind wir schon da???

Von Jogjakarta nach Bali
Wer von Jogjakarta nach Bali mit dem Bus moechte, braucht Ausdauer, Sitzfleisch und gute Nerven … Gott sei Dank entschieden wir uns fuer die Variante mit Zwischenstopp beim Gunung Bromo, sonst waere der Gluteus maximus wohl vollends verkuemmert!
Um 9 Uhr morgens ging es los, per Minibus, und gefuehlte 100 Stunden, tatsaechliche 12 Stunden spaeter kamen wir ihm kuehlen Sukapura, etwa 20 min vom 2392 Meter hohen Bromo entfernt, an. Haetten wir nicht das Glueck gehabt uns den Minibus mit 5 lustigen und netten Menschen (3 Kanadier und ein deutsch-peruanisches Paerchen) teilen zu koennen, waere der Tag wohl vollends vetschwendete Zeit gewesen. Doch so haben wir ein paar netten Bekanntschaften geschlossen und eine gute Unterhaltung beim Abendessen gefuehrt, bevor wir alle ziemlich kaputt zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett gefallen sind …

Der Aufstieg
Doch schon 4 Stunden spaeter hat ein scheinbar Verrueckter mit seiner „lieblichen“ Stimme nach uns gerufen und wie bekloppt an alle Tueren gehaemmert! Erschrocken und verwirrt aus dem Schlaf gerissen ist uns wieder eingefallen, dass wir ja den Sonnenaufgang ueber der Vulkanlandschaft sehen wollten. Warum auch immer … Das Bett war gerade so bequem … Wenigstens wurden wir mit einem Jeep zur Aussichtsplattform chauffiert, denn laufen waere um diese Uhrzeit einfach absolut unmoeglich gewesen.
Oben angekommen wurde uns bewusst, dass wir wohl den unguenstigsten Tag fuer diesen Ausflug ausgesucht hatten: Sonntag! Hunderte von Indonesiern beim Wochenendfamilienausflug hatten bereits die besten Plaetze ergattert, was uns die Sicht „etwas“ erschwerte. Doch da wir als Touristen fuer sie teilweise interessanter zu sein schienen als der Sonnenaufgang, konnte der Eine einen Platz in erster Reihe ergattern, waehrend der Andere sich als Attraktion fotografieren liess.

Der Sonnenaufgang selbst war ehrlich gesagt auch garnicht so spannend. Viel beeindruckender war die fast unwirkliche, mondaehnliche Kraterlandschaft, in der sich der dampfende Mount Bromo und der rauchspuckende Mount Semeru mit aufgehender Sonne immer deutlicher zeigten.
Was von weitem schon faszinierend aussah, sollten wir als naechstes aus naechster Naehe betrachten koennen. Ueber den staubigen „Sand Sea“ ging es per Jeep sozusagen direkt vor die Haustuer des Vulkans, wo bereits zig Javanesen mit Pferden auf uns warteten, wenn nicht sogar direkt auf den Jeep aufsprangen, um der ersten zu sein, der uns den Weg nach oben erleichtert – und das fuer nur einige 1000 Rupies. Aber da wir ja jung und vital sind (dachten wir zumindest!) gingen wir natuerlich zu Fuss. Wer schon mal versucht hat am Strand zu joggen kann sich vielleicht in etwa vorstellen, wie sich das in einem „Sand Sea“ anfuehlt. Und dazu noch bergauf!!! Auch die Entfernung stellte sich als nicht ganz so kurz herraus, wie sie aussah. Ohne jeglichen Anhaltspunkt, sei es ein Baum oder ein Haus, verliert man jegliches Gefuehl fuer Raum und Zeit. Nach weiteren 300 Stufen konnten wir dann endlich einen Blick in den Krater werfen und die Muehe hatte sich gelohnt!

Ab nach Bali
Nach kurzer Verschnaufpause im Hotel und einem Fruehstueck, ging es auch schon direkt weiter Richtung Bali. Erneute 100 gefuehlte Stunden spaeter hatten wir die Faehre erreicht. Was haette ich nur dafuer gegeben weitere 100 Stunden Bus zu fahren, nachdem ich gesehen habe, wie sich die Faehre vor uns durch die meterhohen Wellen gekaempft hat (wahnsinn, was fuer eine Schraeglage eine Autofaehre haben kann)! Wir konnten uns also auf ein schaukeliges naechstes Stuendchen einstellen … Wie froh war ich als wir wieder Land unter den Fuessen hatten! jetzt waren wir zwar auf Bali, aber noch lange nicht da. Es folgte eine weitere, ewige Busfahrt bis Denpaser. Von dort aus eine zusaetzliche Taxifahrt bis Kuta. Dort verbrachten wir nochmal etwa eine Stunde damit ein Zimmer zu suchen!
Aber auch diese Huerde nahmen wir, die bereits erprobten Traveller („hust!“) ohne Probleme … Ok, dieses Mal dauerte die Hotelsuche ein wenig laenger und ziemlich genervt sind wir in ein Hotel leicht oberhalb unseres Budgets gelandet (die superguenstigen Absteigen, waren leider alle schon voll) – dafuer haben wir ein Hotelpool (in dem sich schon mittags die besoffenen Englaender tummeln) und Roomservice (der taeglich stetig frisch, Bettwaesche und Handtuecher mit Flecken bringt)!

Was wollt ihr denn da!?

Mittlerweile kann ich verstehen, warum viele Leute, die auf unsere Aussage „Als naechstes fliegen wir nach Jakarta“ mit „Was wollt ihr denn da!?“ geantwortet haben. Es ist einfach nur eine verflixt grosse Grossstadt in der die Armut so praesent ist, dass man die Sehenwuerdigkeiten garnicht mehr richtig wahrnimmt. Sofern man hier von Sehenswuerdigkeiten sprechen kann – Oder hat irgendjemand schonmal grossartig etwas von Monas oder Kota gehoert? Ersteres haben wir naemlich heute besucht und letzteres wollten wir besuchen, haben es dann aber aufgegeben …

Monas
Das Monas ist das 137 Meter hohe, von Sukarno errichtete Nationaldenkmal im Zentrum der City mit einer Aussichtsplattform in 115 Meter Hoehe und einem Museum zur Geschichte und Unabhaengigkeit Indonesiens im Keller des Monuments. Nachdem wir dann die Stadt von oben betrachteten und unsere Koepfe mit Wissen gefuellt hatten wollten wir weiter zum Hafen – und zwar mit dem Bus.

Kota
Einfacher gesagt als getan: Die Bushaltestelle unserer Wahl wurde urploetzlich von Demonstranten ueberlaufen, so dass wir lieber nach einer weiteren Haltestelle ausschau hielten … Und wir haben uns schon gewundert, warum die vielen Polizisten so freundlich zu uns rueber winkten :D
Egal, alles halb so wild, weiter gehts … Auffallend: Der Transjarkata (der ominoese Schnellbus) besitzt in der gesamten Stadt eine extra Fahrbahn. Dies ist aber auch von Noeten, denn sonst wuerde man bei diesem Verkehr auch nie irgendwo ankommen, geschweige von der Stelle kommen! Ein weiteres Highlight: Genau diese Busfahrbahn ist in der Mitte einer mind. 10.000 spurigen Stadtautobahn (wenn man es so nennen kann), und um zu dieser Spur zu gelangen, muss man allerdings erstmal die weiteren 10.000 Spuren ueberqueren – was sich nicht immer als einfach erweist. Schlussendlich entdeckten wir jedoch eine Bruecke und sogar den richtigen Bus (Nachdem wir wieder einmal entnervt ca. 100 mal „No, Thank you!!!“ zu Taxifahrern „gesagt“ hatten). Endstation Kota. Gut. Da muss irgendwo der Hafen sein. Ha ha, von wegen! Erstmal ein wenig herumgeirrt, vorbei an Strassenhaendlern, die dort, wie es schien fuer wenig Geld auch viel „Geld“ verkaufen, um dann zu erfahren, dass der Hafen weitere 1,5 km entfernt ist. Weil es langsam anfing zu daemmern und dieses Viertel nicht ganz so vertrauenserweckend schien sind wir dann doch lieber wieder umgekehrt und mal zur Abwechslung in eine Shopping Mall …

Plaza Indonesia
Wohl die Deluxe-Variante der hiesigen Shopping Malls! Vorbei an Armani, Boss und Voitton kamen wir uns mit unseren Klamotten schon fast ein wenig „underdressed“ vor … Vor allem, weil alle Leute um uns herum ziemlich Schick und fast schon aufgetakelt herumliefen. Egal. Wir zueckten erst einmal unsere schwarzen Kreditkarten und kleideten uns angemessen in Designerklamotten, bevor die Suche nach etwas essbarem weitergehen sollte – so der Traum!
In Wirklichkeit irrten wir ein wenig in den Malls umher, um den Hunger zu angemessenen Preisen besaenftigen zu koennen (2 Roti-Brote zum Fruehstueck um 12.00h sind definitiv zu wenig fuer einen gesamten Tag). Schliesslich fanden wir in einer Foodmall etwas passendes und dinierten fuerstlich fuer umgerechnet 4 Euro.

Fazit
Wirklich viel haben wir heute nicht gesehen – gibt es hier ueberhaupt noch mehr zu sehen? – und dennoch erscheint es uns so, als wuerden wir die gesamte Stadt schon kennen. Morgen geht es weiter mit ein wenig Kultur, bevor wir mit einem Nachtzug nach Yogjarkata weiterreisen …

Go Go Power Rangers!

Perhentian Islands
Nachdem wir auf Pulau Perhentian Kecil, der kleineren der beiden Perhentian Inseln, angekommen waren, sind wir erstmal ins Meer gegangen, um zu pruefen, ob es echt ist. So klar, so blau, so kitschig – unglaublich. Doch nach kritischer Untersuchung von Sand und Wasser konnten wir die Echtheit feststellen.

Turtle Bay
Diese Bedingungen wollten wir natuerlich irgendwie sinnvoll nutzen (mal abgesehen von Schwimmen, in der Sonne liegen, etc. ;P ) und haben in unserem Guesthouse eine Schnorcheltour mit Henry gebucht, einem kleinen, durchgeknallten Malayen. Auch die anderen, die an der Tour teilnahmen schienen lustige Kerlchen zu sein.
Als alle im Boetchen sassen ging es los, erstes Ziel: Turtle Bay. Und die Tour verspricht, dass man AUF JEDEN FALL Schildkroeten sieht! Wie bei unserem Glueck kaum anders zu erwarten war – da war keine. Doch Henry war hartnaeckig! Er fuhr mit seinem Motorboot ca. eine halbe Stunde hin und her und im Kreis herum bis allen schwindelig war und wir mit Abgasen zugenebelt waren. Doch ploetzlich der freudige Ausruf: „There is one! Hurry! Go Go Power Rangers!“ Alle torkelten ins Wasser, um dann festzustellen, dass es ein Stein war.
So entscheden wir uns, vielleicht doch erstmal den naechsten Spot anzufahren, wo es viele schoene Korallen und bunte Fische gab (wie ihr seht – ich bin ausserst vertraut mit Namen von Meeresbewohnern …). Da ich vorher noch nie Schnorcheln war, hatte ich noch etwas mit Maske und Schnorchel zu kaempfen und konnte mich nicht so recht auf die Unterwasserwelt konzentrieren …

Shark Point
Doch am naechsten Punkt hat es zum Glueck besser geklappt! Waere auch ziemlich bloed gewesen, dort nichts zu sehen, denn es war der Shark-Point! Henry ist mit uns ins Wasser, damit er uns auf die interessanten Dinge aufmerksam machen kann, wenn er sie entdeckt. Also sind wir alle wie eine kleine Entenfamilie nach und nach ins Wasser gehuepft und hinter ihm her gepaddelt. Kaum waren wir alle untergetaucht, haben wir auch schon den ersten „Blacktip-Shark“ gesehen. Wirklich faszinierend! Diese Groesse, seine Bewegungen … Und obwohl man ganz genau weiss, dass er ungefaehrlich ist, wird es einem doch ein wenig mulmig (mir zumindest …). Nach zwei bis drei Minuten war das Schauspiel dann aber leider auch schon wieder vorbei, denn ab einer gewissen Entfernung war er einfach nicht mehr zu erkennen. Also zog die Entenfamilie weiter, um nach weiteren interessanten Meeresbewohnern Ausschau zu halten und entdeckte einen ganzen Schwarm Humphaeds (oder auch Napoleon Fische). Grosse dicke Fische, nicht ganz so elegant wie ein Hai, aber auch interessant. Vor allem, da einer sich vor unserer Nase der unverdaulichen Reste seines Mittagessens entledigte, welche Henry auffing. Es war ein Stueck Koralle und wenn man es auf diese Weise erwirbt, soll es Glueck bringen … Na dann.

Turtle Bay die Zweite
Im Anschluss versuchten wir noch einmal unser Glueck am Turtle Bay, wo wir nach erneutem im Kreis fahren, dann schliesslich tatsaechlich eine Schildkroete entdeckten! Putzige Tierchen, die sich ueberhaupt nicht daran stoeren, beobachtet zu werden und sogar direkt neben einem an die Oberflaeche kommen.

Quallen Attacke!
Zum Schluss folgten noch zwei weitere Plaetze, wo wir auf eigene Faust umher schnorcheln konnten. Wir haben viel gesehen und hatten viel Spass! Wenn man mal von den vielen SCH*@!#* Quallen absieht, die einfach nur hoellisch Schmerzen bereiten und es keinen Weg gibt zu entkommen …

Wie Haensel und Gretel, aber diesmal mit Tourguide.

Path 9
Nach unserer Path 10-Odyssee wollten wir diesmal eine einfache Wanderung machen (stundenlang nur bergab!!!), doch ganz so „very easy“, wie man uns im Guesthouse versicherte, war Path 9 dann doch nicht … Auf teilweise nicht mal einem halben Meter breiten, rutschigen Wegen, ging es wenige Zentimeter neben unseren Fuessen mehrere Meter in die Tiefe. Viele umgestuerzte Baeume versperrten den Weg, sodass man manchmal klettern oder gar kriechen musste. Das Anstrengste an diesem Pfad war also weniger das Laufen, sondern mehr die andauernde Konzentration, nicht ins Leere zu treten… Einige Male trafen wir auf die vermeintlich gleiche Kurve und man haette fast anfangen koennen an seinem Verstand oder Orientierungssinn zu zweifeln. 5-6 Wegabschnitte sahen tatsaechlich fast identisch aus: Rechtskurve, kleiner Wasserfall zur Linken, zwei Bananenpalmen zur Rechten.
Trotz allem ein schoener, urspruenglicher Pfad auf dem es viel zu sehen und zu entdecken gibt (Wasserfaelle, viele viele Tiere/Insekten, die unterschiedlichsten und schoensten Pflanzen und schlussendlich Felder der Gemuesebauern). Vor allem, wenn man die Augen aufhaelt und nicht versucht einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen, was der ein oder andere Wanderer wohl im Sinn gehabt haben muss, der uns schnaufend und mit hochrotem Kopf ueberholt hat.
Dadurch, dass man auf dem gesamten Pfad nur bergab laeuft und sich immer weiter von Tanah Rata entfernt, kommt spaetestens am Ende des Pfades die Frage auf, wie man nun wieder zurueck in die Stadt kommt! Es gibt zwei Optionen: Ewig auf einen Bus warten (keine Fahrplaene, man kann durchaus mal 3 Stunden warten), oder 10km Serpentinenstrasse BERGAUF laufen… Beides keine sehr guten Optionen! Am besten man schaut so bloed und bemitleidenswert aus der Waesche, dass man von einem Gemuesebauern in seinem Landrover (Jahrgang 1940) mit einem Geschwindigkeitsrekord bis nach Tanah Rata mitgenommen wird!

Bob und Kumar
So hiessen unsere zwei lustigen Tourguides von, die uns einen halben Tag lang auf interessante Art und Weise die Cameron Highlands naeher gebracht haben. Und diese Investition hat sich wirklich gelohnt!!

Zuerst ging es zur BOH Teeplantage, wo sich uns das Panorama bot, welches man als typisches Postkartenmotiv aus den Cameron Highlands kennt: Kilometerweit nichts ausser die von Teestraeuchern bedeckten Berge. Auf insgesamt 1200 Hektar wird hier Tee geerntet, woraus im Jahr 4 mio (!) Kilogramm Tee entstehen. Sieht nicht nur toll aus, man kann hier auch sehr viel ueber Tee und seine Herstellung erfahren ( Wer sich dafuer interessiert: BOH).

Danach wurden wir zum hoechsten Berg der Highlands chauffiert, dem Mount Brinchang (auch mal ganz angenehm fuer unsere Muskelkater geplagten Beine ;D ). Nur leider leider konnten wir nichts ausser der dicken Wolke um uns herum erkennen! Aber gut, wann steckt man schon mal mit dem Kopf in einer Wolke …

Im Anschluss fuhren wir zum Mossy Forest, dem „Moos-Wald“, der sich auf einer Hoehe zwischen 1400 und 1800 Meter befindet und einfach nur maerchenhaft aussieht (wer „Herr der Ringe“ gesehen hat, kann sich ungefaehr vorstellen wie). Bob und Kumar haben uns die Funktion des Waldes, sowie einiger Pflanzen und Kraeuter erklaert (vor allem des Moses, dass wohl das Wasser aus der Luft saugt und an das Erdreich abgibt), deren Namen ich leider fast alle wieder vergessen habe, aber ich weiss zumindest wie sie aussehen und was sie koennen :)

Zum Abschluss haben wir die Tee Fabrik besichtigt und vor Ort auf der schoenen Terrasse ueber den Plantagen einen Tee genossen.

Fazit
Die Tour ist zu 100% zu empfehlen und die netten Jungs von den Cameron Secrets machten uns den Tag zu einem schoenen Erlebnis hier in den Highlands!

Wie Haensel und Gretel, nur ohne Kruemel…

Auf eigene Faust!
Der vielen Tourangebote zum Trotz entschieden wir uns ersteinmal auf eigene Faust loszuziehen und einen der „ausgeschilderten“ „Junglewalks“ auszuprobieren. Nachdem wir uns im Guesthouse informiert hatten, fiel die Wahl auf Path 10, da dieser eine schoene Aussicht vom Gipfel verspricht. Motiviert und zielstrebig zogen wir los, allerdings erst einmal in die falsche Richtung … Diese Einstiege zu finden ist gar nicht so einfach!

Path 10
Als wir es dann endlich geschafft hatten, auf den richtigen Weg zu gelangen, holte uns ploetzlich ein lustiger Englaender ein, der im selben Guesthouse wohnte wie wir. Nach kurzem Plausch kletterte er mit einem Affenzahn den Huegel hoch und ward nicht mehr gesehen … Als wir zwei Untrainierten dann auch endlich oben ankamen, genossen wir erst einmal die schoene Aussicht, die interessante Vegetation und die gute Luft. Wir wunderten uns, dass der Englaender wohl kein Interesse daran fand, denn von ihm war weit und breit keine Spur … Genauso wie von Path 10. Sollte da nicht ein Schild sein? Etwas verwirrt standen wir da, was gluecklicherweise ein Tourguide bemerkte, der kurz nach uns mit einer Gruppe die Kuppe des Berges erreichte. Hinter dem Strommast, ueber eine kleine Anhoehe, quer durch ein Feld und zwischen einigen Bueschen hindurch zeigte er uns den weiteren Weg (der dann uebrigens ploetzlich Path 12 hiess …) Der Englaender hatte wohl nicht das Glueck einen solchen Tourguide zu treffen, denn nach kurzer Zeit holte er uns erneut von hinten ein. Er hatte sich verlaufen … Soviel zu den „ausgeschilderten“ Wegen. Sicherheitshalber gingen wir den restlichen Weg zu dritt.

Am Fusse des Berges angelangt, durchquerten wir ein Orang Asli Dorf ( Orang ist das malaische Wort für „Mensch“; „Asli“ bedeutet „zuerst“, „ursprünglich“; also sozusagen die Ureinwohner Malaysias). Von ihnen stammen auch die Wanderwege, wie wir spaeter erfuhren. Deshalb faellt die Beschilderung eher duerftig aus, denn die Orang Asli finden sich in „ihren“ Waeldern blind zurecht.

Kaum auf der asphaltierten Landstrasse zurueck Richtung Stadt angelangt, fing es auch schon an zu regnen. Wir besitzen nur EINEN Regenponcho, also was tun? Zu zweit drunter! Das Ding ist ja schliesslich gross genug! Hat mehr schlecht als recht funktioniert … Gluecklicherweise passierte uns ein Van unseres Guesthouses, der so nett war, uns nach Hause ins Trockene zu chauffieren. Unsere fuer den folgenden Tag geplante gefuehrte (!) Tour zu den Teeplantagen, mussten wir dann trotz Allem verschieben, denn die Schuhe trieften nur so … Aber das holen wir nach!