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Was wollt ihr denn da!?

Mittlerweile kann ich verstehen, warum viele Leute, die auf unsere Aussage „Als naechstes fliegen wir nach Jakarta“ mit „Was wollt ihr denn da!?“ geantwortet haben. Es ist einfach nur eine verflixt grosse Grossstadt in der die Armut so praesent ist, dass man die Sehenwuerdigkeiten garnicht mehr richtig wahrnimmt. Sofern man hier von Sehenswuerdigkeiten sprechen kann – Oder hat irgendjemand schonmal grossartig etwas von Monas oder Kota gehoert? Ersteres haben wir naemlich heute besucht und letzteres wollten wir besuchen, haben es dann aber aufgegeben …

Monas
Das Monas ist das 137 Meter hohe, von Sukarno errichtete Nationaldenkmal im Zentrum der City mit einer Aussichtsplattform in 115 Meter Hoehe und einem Museum zur Geschichte und Unabhaengigkeit Indonesiens im Keller des Monuments. Nachdem wir dann die Stadt von oben betrachteten und unsere Koepfe mit Wissen gefuellt hatten wollten wir weiter zum Hafen – und zwar mit dem Bus.

Kota
Einfacher gesagt als getan: Die Bushaltestelle unserer Wahl wurde urploetzlich von Demonstranten ueberlaufen, so dass wir lieber nach einer weiteren Haltestelle ausschau hielten … Und wir haben uns schon gewundert, warum die vielen Polizisten so freundlich zu uns rueber winkten :D
Egal, alles halb so wild, weiter gehts … Auffallend: Der Transjarkata (der ominoese Schnellbus) besitzt in der gesamten Stadt eine extra Fahrbahn. Dies ist aber auch von Noeten, denn sonst wuerde man bei diesem Verkehr auch nie irgendwo ankommen, geschweige von der Stelle kommen! Ein weiteres Highlight: Genau diese Busfahrbahn ist in der Mitte einer mind. 10.000 spurigen Stadtautobahn (wenn man es so nennen kann), und um zu dieser Spur zu gelangen, muss man allerdings erstmal die weiteren 10.000 Spuren ueberqueren – was sich nicht immer als einfach erweist. Schlussendlich entdeckten wir jedoch eine Bruecke und sogar den richtigen Bus (Nachdem wir wieder einmal entnervt ca. 100 mal „No, Thank you!!!“ zu Taxifahrern „gesagt“ hatten). Endstation Kota. Gut. Da muss irgendwo der Hafen sein. Ha ha, von wegen! Erstmal ein wenig herumgeirrt, vorbei an Strassenhaendlern, die dort, wie es schien fuer wenig Geld auch viel „Geld“ verkaufen, um dann zu erfahren, dass der Hafen weitere 1,5 km entfernt ist. Weil es langsam anfing zu daemmern und dieses Viertel nicht ganz so vertrauenserweckend schien sind wir dann doch lieber wieder umgekehrt und mal zur Abwechslung in eine Shopping Mall …

Plaza Indonesia
Wohl die Deluxe-Variante der hiesigen Shopping Malls! Vorbei an Armani, Boss und Voitton kamen wir uns mit unseren Klamotten schon fast ein wenig „underdressed“ vor … Vor allem, weil alle Leute um uns herum ziemlich Schick und fast schon aufgetakelt herumliefen. Egal. Wir zueckten erst einmal unsere schwarzen Kreditkarten und kleideten uns angemessen in Designerklamotten, bevor die Suche nach etwas essbarem weitergehen sollte – so der Traum!
In Wirklichkeit irrten wir ein wenig in den Malls umher, um den Hunger zu angemessenen Preisen besaenftigen zu koennen (2 Roti-Brote zum Fruehstueck um 12.00h sind definitiv zu wenig fuer einen gesamten Tag). Schliesslich fanden wir in einer Foodmall etwas passendes und dinierten fuerstlich fuer umgerechnet 4 Euro.

Fazit
Wirklich viel haben wir heute nicht gesehen – gibt es hier ueberhaupt noch mehr zu sehen? – und dennoch erscheint es uns so, als wuerden wir die gesamte Stadt schon kennen. Morgen geht es weiter mit ein wenig Kultur, bevor wir mit einem Nachtzug nach Yogjarkata weiterreisen …

Wir sagen TSCHOE und HALLO!

Jakarta
Gestern war es dann soweit: Auf Wiedersehen Malaysia und Hallo Jakarta! Nach einer regelrechten Abschiedszeremonie bewegten wir uns am gestrigen Abend ueberpuenktlich richtung Flughafen KK, um vor Ort erst einmal feststellen zu duerfen, dass der Flug gut eine Stunde nach hinten verschoben wurde. Man man, da haetten wir mit den anderen im Hostel echt noch ein letztes Bierchen zischen koennen … statt dessen wurde unsere Langeweile mit Mineralwasser (dank den neuen internationalen Standards darf man ja keine 1,5 Liter Flasche in den Flieger mitnehmen) und Brathaehnchen von KFC runtergespuelt!
Nach einer weiteren Verspaetung um ca. 30 Minuten und sehr „gruendlichen“ Sicherheitschecks konnten wir endlich unsere suesse kleine Boeing 737-300 betreten und uns schon seelisch auf Jakarta einstellen.

Der Flug
Wettertechnisch waren die letzten Tage in KL optimal: Tagsueber Sonne, abends Wolkenbrueche aus allen Kuebeln, die die Nacht angenehm kuehl gestalteten … Aber Moment, wir fliegen ja HEUTE Abend … kaum war der Gedanke durchgespielt, sah man durch die Luken erste Regentropfen fallen. Na dann mal los! Im Steigflug mussten wir natuerlich durch das KK Gewitter hindurch – es gab kein Weg dran vorbei – und so wurden wir ein wenig durchgeruettelt. Ein paar Luftloecher spaeter konnten nun auch wir endlich relaxen und uns schon auf ein Wiedersehen mit Marco am Jakarta Airport freuen.

Erste Eindruecke
Nachts ist es dunkel – Jakarta auch! Wirklich viel geht hier um 24.00h nicht mehr auf den Strassen. Umso ueberraschter waren wir, dass sich im Backpacker Viertel tatsaechlich ein Haufen Leute einfanden, um in den Umliegenden Bars die Euro-Fussballspiele zu sehen.
Unser Hostel ist wirklich „basic“, aber dank Marcos Vorarbeit blieb uns eine stressige Hotelsuche erspart. Mit „basic“ meine ich auch „basic“ … EINFACH … denn das ist es hier wirklich. Ein „kleiner Kulturschock“ gegenueber dem doch sehr wohlhabenden Malaysia. Aber vielleicht liegt es nur an dieser riesigen 9 Mio. Metropole …

Nun werden wir erst einmal gemeinsam die Stadt erkunden und uns ein wenig treiben lassen und Luft holen (soweit das hier im Smog moeglich ist), bevor es wieder weiter geht.