Archiv der Kategorie: Malaysia

Unsere Reise durch Malaysia.

Neue Seiten.

Info: Malaysia, Indonesien, Singapur

Die Seiten „Info: Malaysia“, „Info:Indonesien“ etc. wurde nun diesem Blog hinzugefügt und mit Informationen gefüttert. Falls noch irgendwelche hilfreichen Informationen noch fehlen sollten, bitte schreibt mir – ich werde sie einfügen.

Über den Wolken von Indonesien.

Vulkane von oben
Es wurde völlig unterschlagen, aber ich denke, die Bilder können sich trotzdem sehen lassen …

Der Flug von Bali nach KL war ja zunächst wirklich nicht so übel (weiterführender Bericht hier). So sind auch diese Bilder entstanden. Besonders interessant ist der Blick auf die Vulkane. Da wir auch Java überflogen war sogar der Ausbruch eines Vulkanes vom Flugzeug aus zu sehen … alles in allem sehr nett, bis die besagten Fluglöcher kamen :)

P.S. bitte fragt mich nicht, welches Bild nun was genau zeigt … ich kann es selbst nur stellenweise versuchen zu erraten :)

Von KL nach Singapur.

Die „nonstop“ Busfahrt
Heute morgen um 8.45h ging es los. Nach einer kurzen Wartezeit im „Puduraya“, DER Busumschlagsplatz in KL, konnten wir gegen 9.00h richtung Bus trotten. Der Bus fuhr naemlich nicht wie geplant im Untergeschoss los, sondern irgendwo Draussen. Erste Enttaeuschung: Es ist nicht der Bus, der uns genannt wurde (anderes Kennzeichen) … und damit begann auch schon das „Drama“. Puenktlich um 9.00h sollte es losgehen. So wurde es uns jedenfalls versichert. Dass man solche Aussagen in gesamt Suedostasien getrost ignorieren kann war uns schon klar … Aber dass es erst eine Stunde spaeter losging und die Wartezeit mit der allerfeinsten Bollywood DVD (in extreeeemlaut) „verkuerzt“ wurde, war dann doch ein wenig gewoehnungsbeduerftig. Aber hartgesotten, wie wir sind, nahmen wir auch diese Huerde ohne weiteres.

5 Stunden sollte unsere Busfahrt dauern, also sind wir statt 14.00h eben erst um 15.00h in Singapur. Ist ja nicht weiter schlimm, denn schliesslich fahren wir ja nun einfach vollgas durch bis zum Ziel. Denkste!!! Der erste Stopp beim Bruder des Busfahrers, der zufaelligerweise iiiiirgendwo in der Wallachei ein Restaurant hat, lies nicht lange aus sich warten. Diese Methoden kennen wir ja auch zu genuege und so genossen wir einfach die Ruhe im Bus und schauten den Leuten beim essen zu. Wenig spaeter ging es auch schon weiter. Doch der naechste Stopp war nicht die Grenze zu Singapur, sondern ein Busterminal in Johor! Alle stiegen aus … Nur wir 2 Deppen und ein ebenso verdutzt dreinschauender Inder sassen noch im Bus. Und nu? Wieso zum Teufel steoppen wir hier? Wir haben hier 2 Tickets nach Singapur NONSTOPP (!!!), bis direkt in den Stadtteil Little India hinein … Meine Flueche verliefen im Sand. Selbst der Busfahrer war wech, und wir allein. Nach ein paar Minuten kam irgendein Kerl vorbei (das Gesicht haben wir auch noch nie zuvor gesehen) und fragte worauf wir warten. Ich erklaerte ihm hoeflichst, dass wir auf die Weiterfahrt nach Singapur warten. Darauf erklaerte uns der Junge, dass der Bus hier niergendwohin weiterfaehrt, er sich aber um uns kuemmert … Na klar doch!
Tatsaechlich kam er wenig spaeter wieder und drueckte uns Fahrkarten fuer den Localbus in die Hand. Super, so wurde aus dem zweiten, ungewollten Stopp ein Umstieg in einen voellig anderen Bus. NONSTOPP, schon klar …

Lange Rede kurzer Sinn:
Nach endlosen 8 Stunden standen wir endlich im Hotel unserer Wahl und teilen uns nun mit 4 weiteren Personen ein Dormitory-Zimmer. Ach ja, an der Grenze mussten wir natuerlich auch noch ein paar mal Stoppen – was fuer das durchchecken der Paesse auch wirklich einleuchtend war. Aber die Prozedur war ein wenig komisch, so mussten wir erst einmal fuer dein Ausreisestempel raus (mit vollem Gepaeck, warum auch immer?!), dann wieder rein in den Bus, 500m weiterfahren, Grenzuebergang Singapur, 500m weiterlatschen und nen neuen Bus nach little India suchen … kann man das eigentlich nicht ’n bissl anders regeln?

Egal, nun sind wir hier! Bei einer abendlichen Erkundungstour haben wir schon viel gesehen und geniessen hier in Singapur die schoene Stille. Richtig, hier ist es geradezu still gegenueber den anderen asiatischen Metropolen. Wahrscheinlich liegt das an den fehlenden Mopeds auf den Strassen, dem funktionierenden, durch Ampeln geregelten Verkehr und den Buergersteigen, die sich diesesmal auch so nennen duerfen :)

Zwischenstopp in Kuala Lumpur.

Polterpartie
Gestern war es soweit: von Bali ging es direkt nach KL. 3 Stunden Flug mit Air Asia – also nix besonderes. Waeren da nicht die unangenehmen Luftloecher ueber Malaysia gewesen :( Wir flogen durch eine dichte Wolkendecke. Es hat gerumpelt und gekracht und der schon betagte Airbus 320 machte einen ordentlichen Satz nach unten – Luftloch, na danke! Zum Glueck hatte ich meinen Kaffee schon rechtzeitig ausgetrunken. Denn der haette sich bestimmt eiskalt in dem 3-sekuendigen Sturz ueber meine Sitznachbarn ergossen …
Wir waren schon recht froh, als man wieder blauen Himmel aus dem kleinen Fenster aus entdecken konnte. Schon bald darauf sah mal auch die Vororte von KL, die echt wie Disneyland aussehen – so durchgeplant und Symetrisch, auch kitschig irgendwie! Obendrein gab es zur Belohnung eine butterweiche 1A Landung in KL … Puh! Geschafft.

Ein Tag in KL
Tja, was macht man einen Tag in KL?! Wirklich nicht viel, man kuemmert sich um die Busweiterfahrt nach Singapur (5 Stunden/30 Ringit – ca. 6 Euro), stoebert ein wenig in Malls herum und geniesst die dortigen Klimaanlagen. In KL ist es zur Zeit wirklich sehr viel heisser und stickiger als auf Bali … War das schon immer so?! Auf jeden Fall wieder eine klimatische Umstellung fuer uns.
Morgen frueh geht es auch schon weiter. Neue Stadt, neues Land, neue Eindruecke. Wir sind gespannt!

Harvest Festival

Ein Erntedankfest
Das Harvest Festival in Kota Kinablu (KK) findet jedes Jahr am 30-31. Mai statt und wird in seiner Einzigartigkeit nur hier in KK/Sabah gefeiert. Zu jenem Anlass finden sich in der Hauptstadt des semi-autonomen Sabah, alle Volksstaemme Sabahs ein, um gemeinsam zu feiern und sich in mehr oder weniger sportlichen Veranstaltungen zu messen. Fuer die Besucher auf jeden Fall ein sehr interessantes Happening mit viel Musik, Tanz und Alkohol … der Reiswein laesst gruessen :)

Auch unser Hostel nahm jene Festivitaeten als Anlass selbst eine kleine Feier in gediegener Runde zu organisieren. Hierzu wurde schon vor Wochen und Tagen der obligatorische Reiswein angesetzt … Das selbstgemachte Stoeffchen kam allerdings nicht besonders an (es erinnerte ein wenig zu sehr an Spiritus), so dass auf Lemon-Gin umgeschwenkt wurde … Alles in Allem ein schoeneer feuchtfroehlicher Abend am noerdlichen Zipfel Borneos! Und da sag mal einer in diesem islamischen Land kann nicht gefeiert werden :)

Was macht man eigentlich in …

Kota Kinabalu
Nun ja, eigentlich nicht viel :) Die Besteigung des Mount Kinabalu wurde recht schnell von uns in „Ablage P“ verschoben – So soll man doch tatsaechlich rund 120-160 Euro pro Nase fuer die Besteigung springen lassen!!! … Und Alternativen zu einer gefuehrten Tour gibt es wenige, zumindest keine, die einen Erfolg versprechen.
Aus diesem Grunde boykottieren wir die Reisebuero-Mafia und stellen uns weiterhin die Frage, was diese hohen Preise auch nur annaehernd rechtfertigt. Da man weder hochgetragen, noch supergefaehrliche Abschnitte mit Seilsicherung ueberwinden muss und der Rest eigentlich nur einem Wanderurlaub in Tirol gleicht, kommt uns sonst keine Erklaerung in den Sinn! Leute, es ist nur ein Berg … und es gibt noch einige 4000er auf der Welt die man umsonst hochspazieren kann!

Die letzten Tage verbrachten wir demnach sehr relaxed in und um unserem Hostel. Aber auch hier in der Stadt gibt es eine Menge zu erleben und zu geniessen …

Rauchen kann toedlich sein!

Nach der Nachtwanderung
Um eine Kippe zu rauchen verliess ich noch einmal den Dorm und stromerte mit meiner Taschenlampe ein wenig auf den beleuchteten Wegen des Parks umher.
An einem Busch, der ueber die Planken des Weges hing leuchtete ich die Blaetter, wie auf der Nachtwanderung ab, um vielleicht das ein oder andere Tierchen zu finden. Doch mit sowas habe ich nicht gerechnet:

Direkt vor meinem Gesicht sass eine (zum Glueck relativ kleine) gruene PIT-VIPER!!!

Also so habe ich mir die Kippenpause auch nicht vorgestellt. Erst einmal durchatmen und langsam, sehr sehr langsam den Rueckwaertsgang einschalten … Dann Mel geholt und aus sicherer Entfernung das groesste Tier des Abends bestaunt. So sass die Schlange direkt auf einem Ast, voellig gespannt um bei vorbeihuschenden Viechern gleich zuschlagen zu koennen … Da ich jedoch bei der Entdeckung praktisch hinter ihr stand (und zudem ein wenig zu gross fuer ihr Beuteschema bin) hat sie mich voellig ignoriert. Dennoch lieber ein wenig vorsichtig sein … schliesslich handelte es sich hier um einer der giftigsten Schlangen Borneos (im Babyalter – wo war eigentlich die Mama?), die aber zum Glueck so gut wie gar nicht agressiv und sehr scheu sind – also es gibt so gut wie keine Zwischenfaelle mit Menschen.

Was haben wir von dem Erlebnis gelernt? Rauchen kann durchaus auch auf andere Art und Weise toedlich sein, und lieber dreimal in Aeste schauen, bevor man mit dem Gesicht duchrennt (so ne Raupe mit Nesseln kann auch schon weh tun) :)

Nachts ist es dunkel

Eine Nachtwanderung
An unserem letzten Tag im Gunung Mulu Nationalpark entschieden wir uns spontan fuer eine Nachtwanderung durch den Dschungel. Besonders nachts zeigt sich der Urwald von einer ganz anderen Seite … und dies dalt es auf die Probe zu stellen.

Schon um 19.00h (hier wird es wirklich wahnsinnig frueh dunkel) ging es los. Die Nachtwander-Gruppe bestand gluecklicherweise nur aus uns zweien und einem weiteren Kanadier +Guide. Eine schoene kleine Gruppe also. Direkt am Hauptgebaeude des Parks fuehrte ein Weg in den Urwald. Anders als alle anderen Wege in der naehe des Headquarters, ist dieser nicht beleuchtet. Ausgestattet mit Taschenlampen mit rotem LED-Licht (der Guide hatte natuerlich einen Megahellen, weissen LED Scheinwerfer) gings los. Warum eigentlich rotes Licht? Nun ja, bei zu viel weissem Licht koennte es passieren, dass die Tiere fluechten … und schliesslich wollen wir sie ja in aller Ruhe betrachten koennen – so der Plan!

Pitch Black
Nach etwa 20 Metern im Wald war es einfach nur noch schwarz! Weit und breit gab es keine Lichtquelle, noch nicht einmal die Lichter des nahegelegenen Headquarters kamen bis zu uns durch. Umso seltsamer erscheint es auf den ersten Blick, wenn gelbgruen leuchtende Punkte im Wald zu erkennen waren (Gluehwuermchen). Schon nach kurzer Zeit erschienen die ersten Insekten, riesen fette Spinnen und Grillen, Schnecken und Hundertfuesser …
Fast noch viel spannender waren die Geraeusche um uns herum. Voellog fremd klingende Toene umgaben uns. Ein Frosch, der wie ein Vogel klingt, eine Grille, die sich wie ein Frosch anhoert oder Zikaden, die einem schiefklingenden Streicherquartett Konkurenz machen koennen … und nach 50 Metern wandelte sich die Geraeuschkullisse zu wieder etwas voellig Neuem!
Nachtaktive Insekten gab es wirklich viele zu sehen. Neben grossen Spinnen, giftigen Raupen und wahnsinnig grossen Grashuepfern waren, die riesigen Stick-Insects (fast 25cm lang) und ein Hundertfuesser (15cm lang/Beine rund 8cm) mit langen Beinen das Highlight des Abends! Kleinere Spielereien standen auch auf dem Plan: Bspw. mittem im Wald alle Taschenlampen ausschalten, nach Gluehwuermchen oder leuchtenden Pilzen ausschau halten …

Fazit
Fuer gerade einmal 10 Ringgit (rund 2 Euro) gibt es auf der Nachtwanderung so einiges zu sehen und zu erleben, auch wenn wir dieses Mal kein Glueck mit groesseren Tieren hatten. Man lernt und erfaehrt wirklich eine Menge oder geniesst einfach das Laufen durch die Dunkelheit und lauscht dem Dschungelkonzert. Alles in allem dauert eine solche Wanderung rund 2 Stunden, wenn man in einer kleinen Gruppe unterwegs ist, ist natuerlich alles ein wenig flexibler…