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Unsere Reise durch Malaysia.

Hoehlenforschen Part 2

Wind Cave und Clearwater Cave
Recht frueh gings ins Bett, um frueh am naechsten Morgen zur zweiten Hoehlenexpedition durchzustarten. Wir teilten uns einen Dorm mit ca. 12 Maedels aus KL (Hilfe, Geschnatter ohne Ende!!!), die hier im Gunung Mulu einen Schulausflug machten. Aber es war irgendwie auch interessant die Maedels mal ohne Kopftuch zu sehen … Nur 3 Maedels waren ein wenig hardcore drauf und beteten in einem extra dazu angezogenen Dress – und das fast jedes Mal, wenn wir sie im Dorm sahen! Mich wundert es immer noch, dass sie mich als einzigen Mann wohl vollends ignorierten … Aber egal, kommen wir zum Eigentlichen:

Zur Hoehle
Nach einem schoenen Fruehstueck ging es vom Headquarter erst einmal mit einem Boot durch den Dschungel. Allein schon diese 30 minuetige Fahrt war schon die Ringit fuer die Tour wert. So sahen wir den Urwald einmal aus einer gaaaanz anderen Perspektive. Wir schlaengelten uns durch Stromschnellen, vorbei an umgestuerzten Baeumen durch immer wieder andere Vegetation. Ein kleiner Zwischenstopp in einem Urwalddoerfchen lies uns einen Blick auf eines der bekannten Longhouses werfen … Einfach idyllisch.

Wind Cave
Unseren Guide trafen wir direkt am Hoehleneingang der Wind Cave und er fuehrte uns in das Innere und versorgte uns wie gewohnt mit wertvollen Informationen. Tief im Inneren bemerkten wir den Windzug, der der Hoehle ihren Namen gab. Durch Luft und Temperaturunterschiede zwischen dem Hoehleninneren und der Umgebung draussen ergibt sich ein Luftzug … Dies liegt auch daran, dass es eine zweite Oeffnung in einer der Kammern gibt. So blickt man an einer Stelle an die Decke und sieht Baumkronen des Urwaldes.
Nach einiger Zeit standen wir jedoch im Dunklen! Stromausfall! Nix ging mehr … Aber alles halb so wild: Taschenlampe an (nur 3 Leute in unsere Gruppe hatten keine Lampe mit), und weiter!

Clearwater Cave
Nach 200 Treppenstufen erreichten wir den Einstieg in die Hoehle! PUH! Auch hier hatten wir bei der Erkundung mit Stromausfaellen zu kaempfen und erforschten die Hoehle nur mit unseren eigenen Lampen. Das Besondere an dieser Hoehle ist, dass sie durch einen Fluss entstand. Fragt mich bitte nicht nach Details, es wuerde den Rahmen sprengen, aber diese Hoehle bietet zusammen mit der Windcave (sie sind miteinander verbunden) den Einstieg in das weltlaengste Hoehlensystem von ueber 120km Laenge (oder so)!!!
Noch heute fliesst ein Fluss – allerdings ein wenig kleiner als wohl vor zigtausend Jahren – durch die Hoehle und tritt unterirdisch nach aussen. Laut eines alten Glaubens der Orang Asli, soll das Wasser der Clearwater Cave fuer immer jung halten, wenn man es sich in das Gesicht spritzt … Ihr koennt euch vorstellen, dass es extra einen Steg innerhalb der Hoehle zum Wasser gibt und jeder Touri voll besessen ins Wasser huepft … Naja, wir huepften mit :)
Wieder an der Erdoberflaeche angekommen, konnte man noch ein Bad im kristallklaren Fluss nehmen … Mit offenem Mund beneideten wir die Leute, die einfach reinhuepften oder etwas zum schwimmen mitgenommen hatten. Wir hingegen schwitzten froehlich weiter und fuhren schon bald mit dem Boot wieder zurueck.

Fazit
Wer denkt, dass eine Hoehle der anderen gleicht, der wird hier in Mulu eines besseren belehrt! Auch wenn diese Hoehlen so dicht beieinander liegen, ist doch jede fuer sich einzigartig. Wieder einmal ein Lob an die Guides und die gute Organisation des Aufluges… Auch die Beschilderung in den einzelnen Hoehlen ist spitze und muss hier mal erwaehnt werden.

Wie die Hoehlenforscher

Lang Cave und Deer Cave
Die Tour zu den beiden Hoehlen startete vom Headquarter aus. Dort trafen wir unseren Guide, der unsere Gruppe (die zu diesem Zeitpunkt aus ca. 17 Leuten bestand) zu den Hoehlen fuehren sollte. Die Wanderung dauerte etwa eine Stunde und fuehrte uns auf Holzplanken durch den dichten und unangetasteten Dschungel. Oftmals stoppten wir fuer „Wildlife-Entdeckungen“, die unser Guide machte … Da war eine Schnecke hier, eine Raupe dort, ein Kaefer da, oder ein anderes Insekt an einer anderen Stelle – alles in allem sehr informativ.

An den Hoehlen angekommen, machten wir uns zunaechst auf den Weg in die Lang Cave. Eine wirklich schoene Tropfsteinhoehle mit recht grossen Kammern. Fast 300m liefen wir auf gut praeparierten Wegen in das Innere und genossen das angenehm kuehle Klima der Hoehle.
Es sollte jedoch nur ein kleiner Vorgeschmack fuer die Deer Cave sein – der weltgroesste Hoehlendurchgang.

An der Deer Cave angekommen kamen wir aus dem staunen einfach nicht mehr heraus! Eine riesige Eingangshalle tat sich direkt hinter den Baeumen auf und gab den Einblick in das Hoehlensystem frei. Wir konnten es kaum erwarten die Hoehle zu betreten …
Im Inneren erst einmal angekommen verlor man jegliches Gefuehl von Raum und Zeit. Die Eingangshalle ist locker ueber 50 Meter hoch und so geraeumig, dass man locker zwei Jumbos dort reinstellen haette koennen. Einfach Wahnsinn. Je tiefer man in die Hoehle vordring, desto staerker wurde der Guano-Gestank. Ueberall Fledermausmist, der uns wie auf rohen Eiern laufen lies. Und vor allem ueberall Fledermaeuse… Man konnte die dunklen Flaechen an der Decke erahnen, aber es waren angeblich alles Fledermaeuse – dichtgedraengt hingen sie nebeneinander. Und davon eine Menge: Rund 3 Mio. Fledermaeuse leben hier in dieser einen Hoehle!

Ausflug der Fledermaeuse
Die Rundtour in der Deer Cave brachte uns wieder an das Tageslicht und zu einem Beobachtungsposten, von dem man das „Ausfliegen“ der Fledermaeuse beobachten kann. Nach etwa 30 Minuten machten sich auch schon die ersten Flugsaeuger auf den weg: In grossen Schwaermen zu ca. 10.000 Stck. flogen die Fledermaeuse aus der Hoehle. Es sah aus wie eine riesige Schlange die sich durch den Himmel bewegt …
Die Guides versorgten uns waehrend des Spektakels mit Informationen zu Fledermaeusen, deren Rolle im Oekosystem und ihrem speziellen Verhalten hier in den Hoehlen. Mit Infrarotkameras konnten einzelne Exemplare in der Hoehle erfasst werden und den Zuschauern auf grossen LCD Monitoren gezeigt werden. Wirklich sehr informativ … Vor allem merkte man, dass die Guides wirklich Spass an ihrem Job haben :)

Fazit
Ein absoluter Pflichtbesuch fuer Besucher von Borneo! Faehige Guides, tolle, einzigartige Naturschauspiele und eine Geologie, die wohl wirklich einzigartig ist auf der Welt.

Ueber dem Urwald

Flug nach Mulu
Wir haben es tatsaechlich geschafft einen Flug zu einem akzeptablen Preis zum Gunung Mulu Nationalpark zu managen! Geflogen sind wir mit einer kleinen zweimotorigen Maschine, eine Fokker 50. Gerade einmal 50 Personen finden in der Maschine platz.
Der Flug dauerte gerade einmal 30 Minuten. Gerade genug Zeit sich den Urwald einmal von oben anzuschauen. Aufgrund der kurzen Flugzeit stieg das Flugzeug auch nicht besonders hoch, so dass jedes Detail aus der Luft aus zu sehen war… Leider haben wir ein wenig zu spaet geschaltet, so dass wir es versaeumt haben ein paar Luftaufnahmen vom Nationalpark zu machen.

In Mulu angekommen ging es erstaunlicherweise mit dem Auto weiter. Allerdings ist die Strasse alles in allem vielleicht 10 km lang … irgendwo im Niergendwo, bis hin zum Nationalpark Headquarter bzw. einem groesserem Resort etwas ausserhalb.
Nun waren wir da, im Gungung Mulu Nationalpark! Die Reservierung fuer die 2 Uebernachtungen hat auch geklappt und so konnten wir uns erst einmal ein wenig umschauen, bevor es noch am gleichen Tag in einer der beruehmten Mulu Hoehlen ging …

Mit dem Bus durch Borneo…

Kuching – Miri
Recht unkompliziert war unsere Fahrt von Kuching nach Miri. Vorgestern ging es in den fruehen Abendstunden los. Am Long Distance Bus Terminal in Kuching angekommen waren wir erstaunt, dass wirklich ein ganzer Haufen Busse nach Miri faehrt … alles am gleichen Abend, fast alle zur gleichen Zeit.
Bleibt nur noch die Frage, fuer welches Bus-Unternehmen man sich entscheidet. Von den Ticketverkaeufern und Busfahrern wird man eingeladen sich jeden Bus genau anzuschauen. Moechte man einen VIP Bus mit Riesensitzen, Eine Sitzbank mit Lehne fuer zwei Personen, oder normale Einzelsitze (mit den typischen, asiatischen Massen) … fuer jeden Geschmack sollte was dabei sein. Ansonsten braucht man nur nach der Optik des Busses zu gehen… Alle kosten gleich, alle haben das gleiche Ziel und auch bei den Zwischenstationen, trifft man den ein oder anderen Bus erneut :)

Das Schoenste an der naechtlichen Reise war der Sternenhimmel! Im Outback von Borneo – kein Licht in weiter Ferne – sieht man so viele Sterne, wie sonst nur nach einem Schwinger von Vitali Klitschko! Man sagt ja immer, dass die Sternenhimmel an Straenden so toll aussehen sollen … Leute, das ist echt nix im Vergleich zu dem, was wir aus dem Bus aus gesehen haben, denn man koennte wirklich meinen, man schaut in einen ganz anderen Himmel als zu Hause … Apropos: Kann es sein, dass der „grosse Wagen“ hier am Aequator vollkommen verkehrtherum am Himmel haengt? :)

Nun ja, nach geschlagenen 13 Stunden, sehr wenig Schlaf und einigen Erfrierungen ersten Grades an Haenden und Fuessen ist man dann doch froh mal wieder in der morgendlichen Hitze aus dem Bus auszusteigen! Nun muss man sich nur noch kurz mit den unzaehligen Taxifahrern rumschlagen, die wohl schone eine Weile auf die Neuankoemmlinge in Miri warteten, und man ist seinem Ziel schon richtig Nahe … Hat man nun noch Glueck bei der Hotel/Hostelwahl gehabt, liegt nach einem kurzem Check-In dem geruhsamen Schlaf nichts mehr im Wege …
Und so war es auch: Erst mal den halben Tag verpennt, um festzustellen, dass Miri wirklich nicht viel zu bieten hat. Auf den ersten Blick ist es keine sehr schoene Stadt, und dient dem Reisenden eher als Zwischenstopp auf der Weiterreise in das Scheichtum Brunei, dem Bundesstaat Sabah oder aber in den Mulu Nationalpark (letzteres ist unsere Wahl).

Mulu Nationalpark
Nicht weit von Miri entfernt liegt der Mulu Nationalpark. Der Park liegt ziemlich versteckt im Dschungel und ist aus diesem Grunde schwer zu erreichen: Entweder man laesst sich auf den „Head Hunter Trail“ ein, eine 3 taegige Wanderung durch den Dschungel, einschliesslich ein paar Bootsfahrten und Uebernachtung … oder aber man entscheidet sich fuer den bequemen Weg (der auch um einiges guenstiger ist): Das Flugzeug! Heute werden wir uns um eine Reservierung im Nationalpark kuemmern und gleich mal eine kleine Chartermaschine fuer den Ueberflug klarmachen … Der Flug dauert gerade einmal 30 Minuten, fuehrt uns jedoch im Tiefflug ueber die Urwaelder von Brunei und Borneo.
Allein der Flug soll schon der Trip wert sein – Na wir sind gespannt!

Rumble in the Jungle!

Bako National Park
Der Tag fing eigentlich nicht sehr ideal fuer einen Dschungelausflug an: Es schuettete aus allen Kuebeln. Dabei sind wir doch extra frueh raus, um noch die morgendliche Frische zu geniessen und einer der ersten Busse zum Bako Nationalpark zu erwischen. Naja, das Wetter kann man leider nicht immer beeinflussen, da hilft auch kein ums Feuer huepfen und Formelbeschwoeren… Dennoch ging es rund eine Stunde spaeter los. Der Regen hatte sich gelegt und die Sonne kam ab und an raus und zeigte was sie kann :)

Ab nach Bako
Mit 2 Amis, eigentlich zwei Neuseelaender, teils aus Suedafrika mit Wurzeln in Indien und ach was weiss ich nicht alles. … ging es mit dem Bus zum Nationalpark. Dort angekommen ging es mit einem Boot weiter zum Headquarter des entlegenen Parks. Dort sammelten wir erste Infos zum Park und starteten unseren Trek – Ein Rundpfad, der alle erdenklichen Dschungelarten Borneos beinhalten sollte.
Und so war es auch, 4 Dschungelarten waren selbst fuer uns absolut nachvollziehbar: Mangroven (mit Krodolien, die sich nicht blicken lassen haben), Palmen-Dschungel am Hang des Berges, trockenes Hinterland und dichter Urwald mit Lianen und vielen Moosen …
Der Dschungelrundweg ist „NUR“ 5,7 km lang, wird aber mit rund 4 Stunden veranschlagt. Ach, das schaffen wir doch schneller, dachten wir … Ha ha, falsch gedacht! Es ging steile Stufen und Wurzeln bergauf, dann ein Stueckchen gerade, wieder herunter, hoch, dann quer, hier durch nen paar Felsspalten und dann ueber nen Bach … Es kam uns ewig vor! Allerdings verging die Zeit auch wie im Fluge. Auch wenn wir schon so manches Dschungelabenteuer hinter uns haben, hier erlebten wir so viel Neues, dass es schwer fiel nicht an jeder Ecke wieder stehenzubleiben, um die neuen Eindruecke zu verarbeiten!

Fazit
Wer einen Tagesausflug (frueh Ankommen empfielt sich!) in den Bako Nationalpark plant, der sollte sich diesen Rundweg, namens Lintang wirklich mal genauer anschauen. Hier wird einem eine Menge geboten. Nicht nur von der Vegetation her, sondern auch (mit viel Glueck) von Seiten der tropischen Fauna. Wahrscheinlich haben wir eine Horde von diesen sehr seltenen Nasenaffen gesehen … Aber da wir beide keine Biologen sind, tappen wir wohl weiterhin im dunklen :)
Auch dieser Park bietet Uebernachtungsmoeglichkeiten an – Fuer die, die wirklich nicht genug bekommen koennen. Fuer uns aber, war der Lintang Rundweg genau richtig!

Katzenstadt

Ein Stadtrundgang
Kuching erscheint im Zentrum recht uebersichtlich und klein/gemuetlich zu sein. Der Sarawak-Fluss fliesst direkt durch die Stadt und die Abende koennen schoen an der Waterfront zum Ausklang gebracht werden.

Dominierend sind dieses mal NICHT die unzaehligen Shopping Malls – die es hier auch gibt – sondern das Leben auf der Strasse! Obwohl Kuching mit weit ueber 500.000 Einwohnern eine recht grosse Stadt ist, ist es dennoch sehr gediegen durch die kleinen Gassen der Stadt zu laufen. Der Strassenverkehr ist durch die vielen Einbahnstrassen schoen uebersichtlich gehalten und bleibt schoen im Hintergrund … Hier kann man einfach mal durchatmen!

Entdeckungstour
Das Sarawak Museum sollte unser Einstieg in die Geschichte der Stadt und des malayischen Borneos sein. Die Ausstellung ueber die Orang Asli und die Longhouses waren wirklich interessant. Gefolgt von einem schoenen Stadtpark mit Hero Monument ging es weiter an die Waterfront mit dem angrenzenden Frischemarkt fuer Gemuese, Obst und was sonst so alles gebraucht wird. Weiterhin sehenswert beim Durchwandern der Stadt ist die grosse Moschee, dessen Namen ich gerade nicht auf die Reihe bekomme … sowie die angrenzende Indian Street.
Wird die Mittagshitze zu gross, kann man sich unter den grossen Baeumen an der Waterfront niederlassen und den Blick ueber das alte Fort Margerita (auf der anderen Seite des Flusses) schweifen lassen. Wandert man weiter durch die kleinen Gassen, fallen einem immer wieder die Katzenstatuen auf … So wird man immer wieder daran erinnert, dass man sich in DER Katzenstadt befindet. Komischerweise laufen jedoch auffallend wenige Katzen frei herum :)

Das Katzenmuseum ist ein weiteres Highlight. Das Museum erscheint zunaechst ein wenig absurd, so widmet es sich auch dem Katzenliebhaberkitsch, aber beim zweiten Blick wird man ohne weiteres mit richtig informativen Themen konfrontiert … Natuerlich besuchten wir das Museum mal wieder in der Mittagshitze und fielen fast um, als wir es erreichten: Es liegt naemlich auf dem einzigen Huegel in Kuching!!! Nachdem wir jedoch wieder Luft holen konnten, konnten wir auch die schoene Aussicht geniessen … und Kuching ist bei dem Blick vom Huegel dann doch ein wenig groesser als zunaechst angenommen :)

Alles in allem ist Kuching wirklich eine nette Stadt, in der man sich durchaus sehr wohlfuehlen kann …

Die Fliege gemacht…

Flug nach Borneo
Gestern war es soweit: Wir kehrten Kuala Lumpur den Ruecken und sind kurzer Hand nach Kuching (Sarawak, Borneo) geflogen! Schon um 7:00h ging es los… Rucksack gepackt und vollbeladen durch den morgendlichen Pendlerverkehr. Es dauerte eine Weile, bis wir am Air Asia Terminal (LCCT) des Internationalen Flughafens ankamen (Umsteigen am KL Sentral ist Pflicht), aber dafuer sparten wir eine Menge Geld fuer das Taxi zum Flughafen… Denn ganze 75km ist der Flughafen vom Stadtzentrum entfernt!!!

Tja, nun sitzen wir hier in Kuching – die Katzenstadt – und werden gleich mal die Stadt erkunden!
Bilder und erste Eindruecke werden folgen :)

P.S.: Air Asia bietet wirklich unglaublich guenstige Fluege innerhalb Asiens an. Bedenkt man, dass wir gerade einmal zwei Tage vor Abflug buchten und dennoch einen SUPERSPARPREIS in einem nagelneuen Airbus 320 ergatterten… So kann man nur sagen: Respekt! Das habt ihr Inder toll gemacht :)

Ueber den Wolken…

KL Tower
Wer will eigentlich auf die Petronas Towers? Naja, wirklich AUF die Petronas Towers kommt man auch nicht – Nur die Bruecke im 41. Stockwerk ist fuer Besucher offen. Super, jahrelang waren diese Tower die hoechsten Gebaeude der Welt (Taipeh 101 laesst gruessen!) und nun darf man gerade mal einen Blick aus halber Hoehe werfen?!
Da gehe ich doch lieber auf die Aussichtsplattform der HeLaBa in Frankfurt und habe auch noch einen Rundumblick vom 59. Stockwerk – oder aber man besucht (weil ja Frankfurt nun ein bissl weit weg ist) den KL Tower!

Dadurch, dass dieser Fernseh- Funkturm auf einem kleinen Huegel steht, ist er so gesehen hoeher als die Petronas Towers und somit weltweit auf Platz 4 der hoechsten Funktuerme der Welt. Das Besuchergebaeude befindet sich in ueber 300 Meter hoehe und bietet einen Rundumblick ueber ganz KL. Kostenlos benutzbare Fernrohre und ein Multimedia Audio Guide stehen jedem Besucher zur Verfuegung. So erfaehrt man eine Menge ueber Standtteile und einzelne Gebaeude – wenn man sich das alles auch nur merken koennte – und was der Nachbar so treibt (Fernrohr-Action) :)

Die beste Besuchszeit scheint hier um die 18:00h zu sein. Die Sonne steht tief und sorgt so fuer eine schoene Lichtstimmung. Bleibt man etwas laenger, sieht man einen sagenhaften Sonnenuntergang und kann sehen, wie die Lichter der Stadt angeknipst werden (wenn man nicht so einen bewoelkten Horizont hat, wie wir ihn hatten). Es empfiehlt sich ein Stativ fuer die Nachtaufnahmen mitzunehmen. Mit viel Glueck hat man auch keine Spiegelungen in den Fensterscheiben – Polfilter an die Macht!

Fazit
Fuer uns die beste Alternative zu den gerammelt vollen Petronas Towers! Wir wollen auf die Tuerme gar nicht mehr hoch (viel anders wird die Stadt von dort aus auch nicht aussehen) … Und mal ehrlich: Wer will schon um 8:00h morgens sein Ticket holen, wenn es erst um 11.00h hoch geht? :P

Achterbahn!

Times Square
Wer gedacht hat, dass es den Times Square nur in New York gibt, wird hier eines besseren belehrt … Hier in Kuala Lumpur ist es (wie koennte es auch anders sein) DIE Mega-Shopping Mall!

Natuerlich wurde auch jenes Gebaeude unter dem Credo „Aktiv inaktiv“ von uns auf Herz und Nieren getestet und als Zeitkiller mit dem Praedikat „Wie, schon wieder 10h abends?“ bewertet. Selbst die scheinbar einfache Aufgabe mal eben Schuhe zu kaufen (ha ha ha), artet hier in einen Marathon aus! Schliesslich gibts bestimmt irgendwo noch einen Laden, der die gleichen Teile noch guenstiger anbietet … Und so geht es auf die Suche! 9.000 Laeden werden abgegrast und es kommt alles andere bei raus, nur kein Schuhkauf …

Und wem das ueberaus grosse Shoppingangebot nicht weiter reizt, oder die Freundin dem Schuhkaufrausch verfallen ist, dem bleibt noch ein Indoor Freizeitpark – und zwar der groesste hier in Malaysia! Natuerlich war er doch so faszinierend, dass man erst einmal die Achterbahn (mit Looping und doppelter Schraube – kotz!) und andere Fahrattraktionen unter die Lupe nahm. Nett, wirklich nett das ganze… und schon wieder waren 3 Stunden futsch!!!
Wer immer noch nicht genug von klimatisierten Hallen hat, oder sich einfach vor der malayischen Tropenhitze fuerchtet, der kann gleich noch eines der 4 ansaessigen Kinos besuchen (darunter ein iMaxx Kino). Aber zieht euch warm an – hier herrschen wirklich eisige Temperaturen! Lieber nen Pulli mitschleppen (oder vorher kaufen).

Aktiv inaktiv…

Kuala Lumpur einmal anders
Vorweg zu unserer Entschuldigung: Wir haben es versucht … die klassischen und urspruenglichen Sightseeing-Touri-Magnete hier in KL aufzusuchen … aber irgendwie, naja, es kommt eben immer anders als man denkt :)

Masjid Jamek
Wir beide wahren noch nie in einer Moschee, warum sollte man nicht einmal so ein Gebetshaus besuchen gehen. Bestens praepariert (kurze Hosen, T-Shirts, kein Kopftuch etc.) gings los. Am Tor angekommen mussten wir feststellen, dass die Moschee bereits geschlossen war … Nun ja, das ist nun nicht weiter tragisch, denn nicht weit von hier ist der beruehmte Merdeka Square! Also gleich mal hin (wie immer in der Mittagshitze).

Merdeka Square
Hey, sowas muss man gesehen haben – Merdeka Square – Welthoechster Fahnenmast und so … Klasse! … Ok, das Dingen ist wirklich verdammt hoch! Aber doch eben nur ein Fahenmast!
Gehen wir doch in das National Museum nebenan! – Bis auf weiteres Geschlossen! Und keine Ahnung, ob es jemals wieder oeffnet. Es sieht zumindest ziemlich tot aus.
Na dann mal sehen, was die Kunstgallerie Kuala Lumpur (ebenfalls ein Gebaeude weiter) zu bieten hat. Der Blick durch die Fensterfront lies auf eine Grafik Design Ausstellung schliessen. Doch irgendwie sah das alles auch ein wenig dunkel aus … Natuerlich war auch die Gallerie geschlossen!

Alternative
Gehen wir doch in eine Shopping Mall, in der wir „noch nicht“ waren – Auf Shopping Malls ist immer verlass, die haben irgendwie immer geoeffnet. Von morgends 10 bis abends 10 – komme was wolle! Also ab zum KLCC (direkt an den Petronas Towers). Hier waren wir noch nicht, und das dortige Aquarium, wohl auch das groesste Asiens (mit ca. 60.000 Quadratlatschen) klingt obendrein auch wirklich verlockend … In der Tat, es war wirklich lehrreich, nett anzuschauen, aber das „Beste“: Es wurde wieder ein gesamter Tag in einer Mall gekillt!