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Über den Wolken von Indonesien.

Vulkane von oben
Es wurde völlig unterschlagen, aber ich denke, die Bilder können sich trotzdem sehen lassen …

Der Flug von Bali nach KL war ja zunächst wirklich nicht so übel (weiterführender Bericht hier). So sind auch diese Bilder entstanden. Besonders interessant ist der Blick auf die Vulkane. Da wir auch Java überflogen war sogar der Ausbruch eines Vulkanes vom Flugzeug aus zu sehen … alles in allem sehr nett, bis die besagten Fluglöcher kamen :)

P.S. bitte fragt mich nicht, welches Bild nun was genau zeigt … ich kann es selbst nur stellenweise versuchen zu erraten :)

Singapur bei Nacht.

Nachtmenschen
Unseren ersten Eindruecke der Stadt wollen wir euch ja in keinstem Falle vorenthalten. So waren wir schon gestern ein wenig am Abend in der Stadt unterwegs und genossen das kuehle Abendbrise an der Waterfront. Heute waren wir im Berreich der Orchard Road unterwegs – und es wurde wieder einmal schneller dunkel als es uns lieb war.
Die Kamera war auf jeden Fall mit dabei (nur das kleine Stativ nicht) und so sind ein folgende Impressionen entstanden:

Was machen ohne Geld?

Die Suche nach dem ATM
So gut wir uns auf Amed vorbereitet haben … Niemand, aber auch wirklich NIEMAND hatte uns im Vorfeld mitgeteilt, dass es weit und breit keinen Geldautomaten (ATM) gibt! Der naechste ist rund eine 1,5 Stunden entfernt – mit dem Moped!
Dank Valerie hatte ich fuer den folgenden Tag eine Mitfahrgelegenheit auf einem Roller. Und so duesten wir rund zurueck in richtung Ubud in die naechstgelegene Stadt MIT Geldautomaten :) Es handelte sich hierbei wirklich um einen Tagesausflug, aber umso besser ging es uns am Abend, an dem man mal wieder fluessig war … Besonders schoen an der Mopedfahrt war, dass ich die umliegende Landschaft Ameds mit den schoenen Reisfeldern und Bergen vollends geniessen konnte!

Ubudwanderung.

Wandern gehen
Auch im nahem Umfeld Ubuds gibt es eine Menge zu entdecken. Am besten bei einer Wanderung! Die Landschaft laedt dazu ein immer weiter und weiter zu laufen … Auch wir wurden von der Landschaft in den Bann gezogen. Recht schnell kann so aus einem geplanten 1-Stunden-Spaziergang eine 4-Stunden-Wanderung werden :)
Die ausgeschilderten Wanderwege – ja, es gibt hier tatsaechlich „richtige“ Wanderwege – machen es einem wirklich einfach sich in den Reisfeldern oder umliegenden Bauerndoerfern zu verlieren … Ja, das war dann das etwas andere Ubud … Wie immer in der Mittagssonne :)

Tempel-Overkill!

Eine Tagestour
In Ubud macht es wirklich Sinn, sich fuer einen Tag lang auf eine der Tempeltouren einzulassen. Allein schon wegen der zentralen Lage, kommt man von Ubud ueberall hin und kann so die schoensten Tempel Balis versuchen zu geniessen.

Ich schreibe bewusst „versuchen“, denn stellenweise machen es einem die doch sehr penetranten Souvenirverkaeufer nicht sehr einfach einen Tempelbesuch zu geniessen.
Trotz allen Widrigkeiten hatten wir eine Menge Spass und haben an jenem Tage wirklich eine Menge gesehen …

Aber lassen wir doch lieber Bilder sprechen:

PS.: Bitte bitte fragt uns nicht nach den Tempelnamen, da haben selbst wir kaum mehr einen Durchblick … Wer aber einen Namen kennt, kann ihn gerne hier posten :D

Ubud, Tempel und mehr …

Ubud – nicht nur eine gediegene „kleine“ Stadt, sondern auch noch DIE Stadt der Kultur in Bali schlechthin. Dementsprechend gestaltet sich auch das Stadtbild von Ubud. An jeder Ecke trifft man auf Kunstgallerien und Antiquitaetenhaendler. Von traditioneller Kunst bis zur neuen Modernen ist hier alles anzutreffen.
Weiterhin entdeckt man hier viele alte Tempel, die abends zum Schauplatz traditioneller Taenze/Musik werden.
Fuer jeden ist also etwas dabei …

Unsere Aktivitaeten beschraenkten sich im wesentlicher eher auf die Erholung vom „Kuta-Stress“ – denn es war hier schoen ruhig im Vergleich zu Kuta. Unser Guesthouse war wirklich sehr schoen und so konnte man auch gerne mal einen Tag mit „Nichtstun“ verbringen …

Hindernisse.

In Asien ticken die Uhren eben etwas anders. Wer kein Moped oder besser noch, ein Auto sein eigen nennen darf, der hat auf den oeffentlichen Gehwegen echt ein hartes Los gezogen!

Manchmal ist es wirklich schade, dass man als Fussgaenger eher damit beschaeftigt ist nicht in Loecher zu fallen, und dabei ganz und gar die schoene Umgebung vernachlaessigt. Aber hey, in einigen Faellen ist einem die Gesundheit dann doch lieber … Vielleicht sollte man mal eine Petition fuer bessere Gehwege in Asien starten?! :D

Die „selbstgemachte“ Kuta-Tempel-Tour

Planen und Buchen
Das Buchen einer solchen Tour ist gar nicht so schwer. Man schaut sich einfach ein wenig an den Infostaenden in Kuta um und mietet sich dann ein Auto (samt Fahrer) fuer einen halben oder gesamten Tag. Ein halber Tag sollte in unserem Falle reichen, denn auf dem Tagesplan standen lediglich 2 Tempel, die sich wirklich interessant anhoerten und obendrein auch nicht besonders weit von Kuta entfernt lagen: 1. Tanah Lot, 2. Uluwatu.
Der Trip wurde einen Tag vorher ausgehandelt, gebucht und eine Anzahlung getaetigt. Am kommenden Tag sollten wir vom Fahrer um 9.00h am Hotel abgeholt werden und unsere Rundreise starten. Leichter gesagt als getan: Nach einer ewigen und sinnlosen Diskussion ueber den am Vortag ausgehandelten Preis, starteten wir schlussendlich um 10.00h. Allesamt ein wenig genervt … Allerdings konnte der Fahrer am wenigsten fuer die Missverstaendnisse. Er war eben nur der Fahrer und tat uns fast schon leid.

Uluwatu
Die Fahrt zum Uluwatu Tempel war recht gediegen. Komischerweise sieht man waehrend der Fahrt kaum etwas von der balinesischen Landschaft. Die Hauptstrassen auf der Insel sind allesamt von einer Haeuserreihe kilometerweit umsaeumt – exakt eine Hausreihe, dahinter folgen die Felder und Waelder … und leider gibt es noch keine Glashaeuser! Ausser dem heftigen Verkehr auf den Strassen, gab es recht wenig zu bestaunen. In nicht einmal einer Stunde erreichten wir den Tempelkomplex Uluwatu. Mitten auf einer Klippe stehen die Tempel- und Klosteranlagen. Es erscheint fast schon irreal, wenn man dort oben auf das Meer, die Brandung und die hohen Wellen schaut. Der heiligste Innere des Tempelkomplexes blieb uns jedoch verschlossen. Touristen haben hier leider keinen Zutritt. Dennoch lohnt sich ein Ausflug hierher. Denn die umliegenden Klippen lassen sich ohne weiteres erkunden und sorgen so fuer unvergessliche Bilder.
In Uluwatu erlebt ein wenig die Urspruenglichkeit der Tempelanlagen. Vom grossangelegten Massentourismus merkt man zum Glueck reichlich wenig (Vielleicht eher bei Sonnenuntergang?!) Auch von aufdringlichen Souvenierverkaeufern wurden wir zu dieser Tageszeit weitestgehend verschont. Jedoch sollte man sich vor den Affen (indonesische Makacken) in acht nehmen … die chronisch kleptomanischen Viecher koennen einem sicherlich schnell den Nerv rauben, wenn man sich zu sehr auf sie einlaesst. Uns hingegen liessen sie links liegen. Wahrscheinlich auch, weil wir kein „Futter“ fuer sie dabei hatten :)

Tanah Lot
Der Tempel im Meer. Uns war dieser Tempel vor allem durch die vielen Postkartenmotive bekannt. „Da muessen wir hin! Sowas imposantes gibt es nur einmal!“
Und in der Tat, sowas gibt es nur einmal … Bei halber Ebbe erreichten wir den Tempel. Der Ueberweg zum Tempel war also noch sichtbar und Touristen stroemten bereits auf die flachen Felsen der nahegelegenen Brandung. Urlaubsfoto, mit dem Tempel im Nacken, von rechts rauscht das Meer heran … Wer kennt sie nicht, solch kitschige Urlaubserrinnerungen?! Nun sind wir hier und geniessen auch dieses Schauspiel. Auch diese Tempelanlagen sind fuer den Ottonormalbesucher tabu. Aber dies ist nicht weiter tragisch, da sich von den umliegenden Felsen, Klippen und sonstigen „View Points“, sehr schoene Blicke auf den Tempel (der uebrigends viel kleiner als auf den Postkarten erscheint) ergeben. Ein weiteres Highlight ist ein angrenzender Park, der den Blick in die naechste Bucht freigibt … Die Landschaft, die Klippen und das Meer stohlen dem Tempel fast die Show.
Richtig voll wird es hier sicherlich erst gegen Abend. Postkartenmotive zeigen den Tempel im Sonnenuntergang. Dementsprechend viele Touristen moechten dies natuerlich hautnah miterleben – anders kann man sich die gross angelegten Restaurants (mit bestem Meeresblick) nicht erklaeren. Gegen Mittag traf man hier auf gaehnende Leere. Auch die unzaehligen Souveniershops liefen momentan auf Sparflamme. Aber wahrscheinlich war genau dies nur die Ruhe vor dem Sturm!

Wahrscheinlich haben wir heute nur glueck gehabt und konnten desshalb die Tempel in vollen Zuegen geniessen… Wenn es jedoch jedesmal gegen Mittag so aussieht, dann ist dies auf jeden Fall einen Halbtagesausflug wert. 5 Stunden waren wir insgesamt unterwegs und bezahlten rund 250.000 Rp. (rund 16 Euro) fuer das Auto, was in diesem Falle durch 3 Personen geteilt wurde. Die Kommissionen und Parkgebuehren fuer die Tempel sind nicht weiter erwaehnenswert und blieben im Centberreich. Alles in Allem also eine schoene Abwechslung gegenueber dem ueberlaufenen „Kulturschock“ Kutabeach!

Sind wir schon da???

Von Jogjakarta nach Bali
Wer von Jogjakarta nach Bali mit dem Bus moechte, braucht Ausdauer, Sitzfleisch und gute Nerven … Gott sei Dank entschieden wir uns fuer die Variante mit Zwischenstopp beim Gunung Bromo, sonst waere der Gluteus maximus wohl vollends verkuemmert!
Um 9 Uhr morgens ging es los, per Minibus, und gefuehlte 100 Stunden, tatsaechliche 12 Stunden spaeter kamen wir ihm kuehlen Sukapura, etwa 20 min vom 2392 Meter hohen Bromo entfernt, an. Haetten wir nicht das Glueck gehabt uns den Minibus mit 5 lustigen und netten Menschen (3 Kanadier und ein deutsch-peruanisches Paerchen) teilen zu koennen, waere der Tag wohl vollends vetschwendete Zeit gewesen. Doch so haben wir ein paar netten Bekanntschaften geschlossen und eine gute Unterhaltung beim Abendessen gefuehrt, bevor wir alle ziemlich kaputt zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett gefallen sind …

Der Aufstieg
Doch schon 4 Stunden spaeter hat ein scheinbar Verrueckter mit seiner „lieblichen“ Stimme nach uns gerufen und wie bekloppt an alle Tueren gehaemmert! Erschrocken und verwirrt aus dem Schlaf gerissen ist uns wieder eingefallen, dass wir ja den Sonnenaufgang ueber der Vulkanlandschaft sehen wollten. Warum auch immer … Das Bett war gerade so bequem … Wenigstens wurden wir mit einem Jeep zur Aussichtsplattform chauffiert, denn laufen waere um diese Uhrzeit einfach absolut unmoeglich gewesen.
Oben angekommen wurde uns bewusst, dass wir wohl den unguenstigsten Tag fuer diesen Ausflug ausgesucht hatten: Sonntag! Hunderte von Indonesiern beim Wochenendfamilienausflug hatten bereits die besten Plaetze ergattert, was uns die Sicht „etwas“ erschwerte. Doch da wir als Touristen fuer sie teilweise interessanter zu sein schienen als der Sonnenaufgang, konnte der Eine einen Platz in erster Reihe ergattern, waehrend der Andere sich als Attraktion fotografieren liess.

Der Sonnenaufgang selbst war ehrlich gesagt auch garnicht so spannend. Viel beeindruckender war die fast unwirkliche, mondaehnliche Kraterlandschaft, in der sich der dampfende Mount Bromo und der rauchspuckende Mount Semeru mit aufgehender Sonne immer deutlicher zeigten.
Was von weitem schon faszinierend aussah, sollten wir als naechstes aus naechster Naehe betrachten koennen. Ueber den staubigen „Sand Sea“ ging es per Jeep sozusagen direkt vor die Haustuer des Vulkans, wo bereits zig Javanesen mit Pferden auf uns warteten, wenn nicht sogar direkt auf den Jeep aufsprangen, um der ersten zu sein, der uns den Weg nach oben erleichtert – und das fuer nur einige 1000 Rupies. Aber da wir ja jung und vital sind (dachten wir zumindest!) gingen wir natuerlich zu Fuss. Wer schon mal versucht hat am Strand zu joggen kann sich vielleicht in etwa vorstellen, wie sich das in einem „Sand Sea“ anfuehlt. Und dazu noch bergauf!!! Auch die Entfernung stellte sich als nicht ganz so kurz herraus, wie sie aussah. Ohne jeglichen Anhaltspunkt, sei es ein Baum oder ein Haus, verliert man jegliches Gefuehl fuer Raum und Zeit. Nach weiteren 300 Stufen konnten wir dann endlich einen Blick in den Krater werfen und die Muehe hatte sich gelohnt!

Ab nach Bali
Nach kurzer Verschnaufpause im Hotel und einem Fruehstueck, ging es auch schon direkt weiter Richtung Bali. Erneute 100 gefuehlte Stunden spaeter hatten wir die Faehre erreicht. Was haette ich nur dafuer gegeben weitere 100 Stunden Bus zu fahren, nachdem ich gesehen habe, wie sich die Faehre vor uns durch die meterhohen Wellen gekaempft hat (wahnsinn, was fuer eine Schraeglage eine Autofaehre haben kann)! Wir konnten uns also auf ein schaukeliges naechstes Stuendchen einstellen … Wie froh war ich als wir wieder Land unter den Fuessen hatten! jetzt waren wir zwar auf Bali, aber noch lange nicht da. Es folgte eine weitere, ewige Busfahrt bis Denpaser. Von dort aus eine zusaetzliche Taxifahrt bis Kuta. Dort verbrachten wir nochmal etwa eine Stunde damit ein Zimmer zu suchen!
Aber auch diese Huerde nahmen wir, die bereits erprobten Traveller („hust!“) ohne Probleme … Ok, dieses Mal dauerte die Hotelsuche ein wenig laenger und ziemlich genervt sind wir in ein Hotel leicht oberhalb unseres Budgets gelandet (die superguenstigen Absteigen, waren leider alle schon voll) – dafuer haben wir ein Hotelpool (in dem sich schon mittags die besoffenen Englaender tummeln) und Roomservice (der taeglich stetig frisch, Bettwaesche und Handtuecher mit Flecken bringt)!