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Von KL nach Singapur.

Die „nonstop“ Busfahrt
Heute morgen um 8.45h ging es los. Nach einer kurzen Wartezeit im „Puduraya“, DER Busumschlagsplatz in KL, konnten wir gegen 9.00h richtung Bus trotten. Der Bus fuhr naemlich nicht wie geplant im Untergeschoss los, sondern irgendwo Draussen. Erste Enttaeuschung: Es ist nicht der Bus, der uns genannt wurde (anderes Kennzeichen) … und damit begann auch schon das „Drama“. Puenktlich um 9.00h sollte es losgehen. So wurde es uns jedenfalls versichert. Dass man solche Aussagen in gesamt Suedostasien getrost ignorieren kann war uns schon klar … Aber dass es erst eine Stunde spaeter losging und die Wartezeit mit der allerfeinsten Bollywood DVD (in extreeeemlaut) „verkuerzt“ wurde, war dann doch ein wenig gewoehnungsbeduerftig. Aber hartgesotten, wie wir sind, nahmen wir auch diese Huerde ohne weiteres.

5 Stunden sollte unsere Busfahrt dauern, also sind wir statt 14.00h eben erst um 15.00h in Singapur. Ist ja nicht weiter schlimm, denn schliesslich fahren wir ja nun einfach vollgas durch bis zum Ziel. Denkste!!! Der erste Stopp beim Bruder des Busfahrers, der zufaelligerweise iiiiirgendwo in der Wallachei ein Restaurant hat, lies nicht lange aus sich warten. Diese Methoden kennen wir ja auch zu genuege und so genossen wir einfach die Ruhe im Bus und schauten den Leuten beim essen zu. Wenig spaeter ging es auch schon weiter. Doch der naechste Stopp war nicht die Grenze zu Singapur, sondern ein Busterminal in Johor! Alle stiegen aus … Nur wir 2 Deppen und ein ebenso verdutzt dreinschauender Inder sassen noch im Bus. Und nu? Wieso zum Teufel steoppen wir hier? Wir haben hier 2 Tickets nach Singapur NONSTOPP (!!!), bis direkt in den Stadtteil Little India hinein … Meine Flueche verliefen im Sand. Selbst der Busfahrer war wech, und wir allein. Nach ein paar Minuten kam irgendein Kerl vorbei (das Gesicht haben wir auch noch nie zuvor gesehen) und fragte worauf wir warten. Ich erklaerte ihm hoeflichst, dass wir auf die Weiterfahrt nach Singapur warten. Darauf erklaerte uns der Junge, dass der Bus hier niergendwohin weiterfaehrt, er sich aber um uns kuemmert … Na klar doch!
Tatsaechlich kam er wenig spaeter wieder und drueckte uns Fahrkarten fuer den Localbus in die Hand. Super, so wurde aus dem zweiten, ungewollten Stopp ein Umstieg in einen voellig anderen Bus. NONSTOPP, schon klar …

Lange Rede kurzer Sinn:
Nach endlosen 8 Stunden standen wir endlich im Hotel unserer Wahl und teilen uns nun mit 4 weiteren Personen ein Dormitory-Zimmer. Ach ja, an der Grenze mussten wir natuerlich auch noch ein paar mal Stoppen – was fuer das durchchecken der Paesse auch wirklich einleuchtend war. Aber die Prozedur war ein wenig komisch, so mussten wir erst einmal fuer dein Ausreisestempel raus (mit vollem Gepaeck, warum auch immer?!), dann wieder rein in den Bus, 500m weiterfahren, Grenzuebergang Singapur, 500m weiterlatschen und nen neuen Bus nach little India suchen … kann man das eigentlich nicht ’n bissl anders regeln?

Egal, nun sind wir hier! Bei einer abendlichen Erkundungstour haben wir schon viel gesehen und geniessen hier in Singapur die schoene Stille. Richtig, hier ist es geradezu still gegenueber den anderen asiatischen Metropolen. Wahrscheinlich liegt das an den fehlenden Mopeds auf den Strassen, dem funktionierenden, durch Ampeln geregelten Verkehr und den Buergersteigen, die sich diesesmal auch so nennen duerfen :)

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Mit dem Bus durch Borneo…

Kuching – Miri
Recht unkompliziert war unsere Fahrt von Kuching nach Miri. Vorgestern ging es in den fruehen Abendstunden los. Am Long Distance Bus Terminal in Kuching angekommen waren wir erstaunt, dass wirklich ein ganzer Haufen Busse nach Miri faehrt … alles am gleichen Abend, fast alle zur gleichen Zeit.
Bleibt nur noch die Frage, fuer welches Bus-Unternehmen man sich entscheidet. Von den Ticketverkaeufern und Busfahrern wird man eingeladen sich jeden Bus genau anzuschauen. Moechte man einen VIP Bus mit Riesensitzen, Eine Sitzbank mit Lehne fuer zwei Personen, oder normale Einzelsitze (mit den typischen, asiatischen Massen) … fuer jeden Geschmack sollte was dabei sein. Ansonsten braucht man nur nach der Optik des Busses zu gehen… Alle kosten gleich, alle haben das gleiche Ziel und auch bei den Zwischenstationen, trifft man den ein oder anderen Bus erneut :)

Das Schoenste an der naechtlichen Reise war der Sternenhimmel! Im Outback von Borneo – kein Licht in weiter Ferne – sieht man so viele Sterne, wie sonst nur nach einem Schwinger von Vitali Klitschko! Man sagt ja immer, dass die Sternenhimmel an Straenden so toll aussehen sollen … Leute, das ist echt nix im Vergleich zu dem, was wir aus dem Bus aus gesehen haben, denn man koennte wirklich meinen, man schaut in einen ganz anderen Himmel als zu Hause … Apropos: Kann es sein, dass der „grosse Wagen“ hier am Aequator vollkommen verkehrtherum am Himmel haengt? :)

Nun ja, nach geschlagenen 13 Stunden, sehr wenig Schlaf und einigen Erfrierungen ersten Grades an Haenden und Fuessen ist man dann doch froh mal wieder in der morgendlichen Hitze aus dem Bus auszusteigen! Nun muss man sich nur noch kurz mit den unzaehligen Taxifahrern rumschlagen, die wohl schone eine Weile auf die Neuankoemmlinge in Miri warteten, und man ist seinem Ziel schon richtig Nahe … Hat man nun noch Glueck bei der Hotel/Hostelwahl gehabt, liegt nach einem kurzem Check-In dem geruhsamen Schlaf nichts mehr im Wege …
Und so war es auch: Erst mal den halben Tag verpennt, um festzustellen, dass Miri wirklich nicht viel zu bieten hat. Auf den ersten Blick ist es keine sehr schoene Stadt, und dient dem Reisenden eher als Zwischenstopp auf der Weiterreise in das Scheichtum Brunei, dem Bundesstaat Sabah oder aber in den Mulu Nationalpark (letzteres ist unsere Wahl).

Mulu Nationalpark
Nicht weit von Miri entfernt liegt der Mulu Nationalpark. Der Park liegt ziemlich versteckt im Dschungel und ist aus diesem Grunde schwer zu erreichen: Entweder man laesst sich auf den „Head Hunter Trail“ ein, eine 3 taegige Wanderung durch den Dschungel, einschliesslich ein paar Bootsfahrten und Uebernachtung … oder aber man entscheidet sich fuer den bequemen Weg (der auch um einiges guenstiger ist): Das Flugzeug! Heute werden wir uns um eine Reservierung im Nationalpark kuemmern und gleich mal eine kleine Chartermaschine fuer den Ueberflug klarmachen … Der Flug dauert gerade einmal 30 Minuten, fuehrt uns jedoch im Tiefflug ueber die Urwaelder von Brunei und Borneo.
Allein der Flug soll schon der Trip wert sein – Na wir sind gespannt!

Einen Tag lang reisen… (fuer Fortgeschrittene!)

Man man, verging die Zeit schnell… kaum sind wir weg, sind wir auch schon wieder in Bangkok!

Trip nach Siem Reap
Der Trip nach Kambodscha war mal wieder ein Desaster (eigentlich nur die Fahrt ansich). Auf nicht vorhandener Strasse tuckert man 7 Stunden lang durchs Nirgendwo. Genug Zeit also, sich das Land genau anzuschauen. Die Landschaft ist schoen (und flach), aber die metertiefen Schlagloecher verderben einem die Freude am Fahren ein klitze kleines Bisschen… Kommt dann – wie in unserem Fall – noch Monsunregen hinzu, dann kann man nur noch hoffen, dass man im Schlamm nicht steckenbleibt oder aussteigen muss, um unser Fahrzeug aus einer Schlammgrube zu hieven… Ich war ueberraschat, dass der Schlamm so rutschig sein kann. Selbst in Schrittgeschwindigkeit stellte sich der Minibus auf gerader Strecke quer… Das alles bei Dunkelheit, vorbei an liegengebliebenen LKW und fluchenden Motorradfahrern…

Genug aber der Schreckensnachrichten: Angekommen in Siem Reap (kein Regen, dafuer ueberall Staub) fanden wir auch zugleich ein angenehmes Guest House. Es sollte fuer die geplanten 2 Uebernachtungen erst einmal reichen. Noch am Abend planten wir den Besuch in Ankor und beschlossen gemeinsam mit einem norwegischen Paerchen Ankor zu erkunden. Hoffentlich haben wir auch gutes Wetter… und so sollte es auch sein!
Um 8.00h ging es puenktlich mit dem Tuk Tuk richtung Ruinen und unser erster Halt hiess Ankor Wat – uns verschlug es die Sprache! So gigantisch und schoen, liegt diese Tempelanlange mitten im Dschungel, umgeben von riesigen Wasserreserviors… Und das Wetter? Schoen durchmischt. Ein wenig Wolken, und viel viel heisse Sonne… Gute Mischung also, um noch mehr zu erkunden.

Eigentlich kann man all das, was wir erlebten nicht wirklich wiedergeben… Die gigantischen Tempel erstrecken sich ueber mehr als 200 Quadratkilometer und man weiss nicht wohin man seine Kamera als erstes halten soll! Das geniale an Ankor: Jeder Tempel ist in der Tat anders… Mal ueberwuchert von Gigantischen Baeumen, mal 1A restauriert… Unterschiedlicher koennte es nicht zugehen :)

Rest, siehe Fotos…