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Über den Wolken von Indonesien.

Vulkane von oben
Es wurde völlig unterschlagen, aber ich denke, die Bilder können sich trotzdem sehen lassen …

Der Flug von Bali nach KL war ja zunächst wirklich nicht so übel (weiterführender Bericht hier). So sind auch diese Bilder entstanden. Besonders interessant ist der Blick auf die Vulkane. Da wir auch Java überflogen war sogar der Ausbruch eines Vulkanes vom Flugzeug aus zu sehen … alles in allem sehr nett, bis die besagten Fluglöcher kamen :)

P.S. bitte fragt mich nicht, welches Bild nun was genau zeigt … ich kann es selbst nur stellenweise versuchen zu erraten :)

Bye Bye Indonesien.

Flug nach KL
Morgen ist es soweit: Wir verlassen das Land Indonesien und sagen nochmal kurz Malaysia „Hallo“. Allerdings wird sich unser kurzer Zwischenstopp in Malaysia nur auf Kuala Lumpur beschraenken – Die Fluggesellschaft Air Asia wollte es eben nicht anders :) Am Folgetag sollte es (laut Plan) gleich weiter nach Singapur gehen.
Und mit Singapur erreichen wir nun auch unser allerletztes Reiseziel unserer 4,5 monatigen Suedostasien-Reise.

Bereits heute haben wir Marco verabschiedet – er machte sich nach Borneo auf. Schon am 4.7. stiess er hier in Kuta wieder zu uns und hatte eine Menge von seiner Schiffsreise zu erzaehlen. Wer einen Blick auf seine Weiterreise werfen moechte, der kann dies HIER tun.

AMED III

Die restliche Zeit verbrachten wir ziemlich relaxed in Amed und Umgebung. Entspannen stand auf dem Wunschzettel und die Wuensche wurden erhoert und erfuellt … Zusammen mit Valerie und Nano verbrachten wir so eine schoene Zeit in Amed.

Abschliessend laesst sich sagen, dass wir wirklich ein gaaaanz anderes Indonesien als wir es bisher kannten erleben durften. Wir lernten viel ueber die Kultur und dem meist sehr aermlichen Leben in den Fischerdoerfchen in Amed. Ein Highlight war ein gemeinsames Abendessen im Hause der Organisation ANAK. Valerie und ihre 2 Mitbewohnerinnen luden uns hierzu an unserem letzten Abend in Amed zu sich ein. Hier wurde wirklich klassisch indonesisch zubereitet und gekocht – Der Fischer, der das Abendessen mit leckeren Makrelen versorgte war ebenfalls mit von der Partie :)
Und das es super schmeckte, braucht man an dieser Stelle nicht zu erwaehnen …

Was machen ohne Geld?

Die Suche nach dem ATM
So gut wir uns auf Amed vorbereitet haben … Niemand, aber auch wirklich NIEMAND hatte uns im Vorfeld mitgeteilt, dass es weit und breit keinen Geldautomaten (ATM) gibt! Der naechste ist rund eine 1,5 Stunden entfernt – mit dem Moped!
Dank Valerie hatte ich fuer den folgenden Tag eine Mitfahrgelegenheit auf einem Roller. Und so duesten wir rund zurueck in richtung Ubud in die naechstgelegene Stadt MIT Geldautomaten :) Es handelte sich hierbei wirklich um einen Tagesausflug, aber umso besser ging es uns am Abend, an dem man mal wieder fluessig war … Besonders schoen an der Mopedfahrt war, dass ich die umliegende Landschaft Ameds mit den schoenen Reisfeldern und Bergen vollends geniessen konnte!

Ankommen in Amed.

Amed/Bali
Man man, war das schoen dort! Eigentlich ist mit diesem kurzen Satz schon alles gesagt … Aber kommen wir lieber zu den Details:
Amed ist (wie faelschlicherweise oft angenommen wird) kein einzelner Ort, sondern eine sehr laendliche Region im Nordosten Balis, die mit einer knapp 2stuendigen Autofahrt von Ubud aus zu erreichen ist. Unsere Fahrt dorthin war jedoch alles andere als 2stuendig. Wir brauchten dank „Perama“, einem Abzock-Touristenunternehmen hier auf Bali, geschlagene 4,5 Stunden um diese paar Kilometer zu bewaeltigen. Erst wurden wir an einer Sammelstelle auf unterschiedliche Busse verteilt, um dann irgendwo im Niergendwo eine „Lunch-Zwangspause“ einzulegen. Wir hatten auf jeden Fall diese thailaendischen Reisemethoden total ueber und waren froh endlich in Amed angekommen zu sein …

Und es ward Ruhe
Wir konnten kaum glauben, dass wir uns noch auf Bali befanden. Hier war es so schoen abgeschieden und ruhig, dass man auch ebenso gaaaaanz woanders auf der Welt haette sein koennen. Nachdem wir in unser Hotel eincheckten ging es auf Entdeckungstour und stellten sofort fest, dass wir hier wirklich am A**** der Welt waren (im positiven Sinne). Keine Souvenirshops an die man sich so schoen gewoehnt hatte, keine nervigen Mopeds auf der Strasse, keine Menschenseele … Wo waren wir? Nun ja, eine Stadt war es nicht, ein Dorf auch nicht, Die Region Amed ist lediglich EINE Strasse in Strandnaehe mit vereinzelten Ansammlungen von Haeusern. So war es durchaus nicht verwunderlich, dass man fuer sein Abendessen erst einmal rund 10 Minuten mit dem Moped zuruecklegen musste, um an ein „angesagtes“ Lokal zu kommen …

ANAK
Hier in Amed wollten wir uns zunaechst mit der Kanadierin Valerie treffen. Wir haben sie bereits in Borneo kennengelernt gehabt, wo sie uns erzaehlte, dass sie genau hier fuer die Organisation ANAK arbeitete, die sich um die Schulbildung armer Kinder der Region einsetzt.
Aber wie verabredet man sich hier? Rauchsignale? Das Telefon des Hotels ging nicht. Eine eigene Simkarte fuers Handy hatten wir auch nicht. Blieb nur noch das Internet. HAHA, guter Witz … Welches Internet? nach einer einstuendigen Suche, rangen wir uns doch dazu durch das Internet des Hotel-Diving Centers zu benutzen. Horende Minutenpreise und ein Modem aus laengst vergessen Zeiten sorgten dafuer, dass man nach rund 5 Minuten den Einloggbildschirm vom Emailanbieter auf dem Schirm hatte! Na immerhin.  So wussten wir nach weiteren 5 Minuten, dass wir uns in der Bar „Wawa Wewe 1“ treffen wuerden. Zeitpunkt war nicht ganz klar … aber trotzdem mal los, wir werden sie schon treffen. Leichter gesagt als getan, denn die Bar ist nen paar Kilometer entfernt gelegen. Taxi? Nee, hier gibts keine. Nur ein ueberteuerter Fahrservice vom Hotel und Hobbytaxifahrer. Schliesslich handelten wir einen guten Preis aus und zogen ein „One Way Ticket“ – Zurueck wuerden wir schon irgendwie kommen.
Ziemlich lange verbrachten wir in dieser Bar, bis auch endlich Valerie auftauchte. Es stellte sich heraus, dass sie einen Mitarbeiter des Ladens sehr gut kannte und somit unsere Fahr zurueck ins Hotel gesichert sei. Nun waren wir erst einmal da … in Amed. Irgendwie sind wir erst zu diesem Zeitpunkt erst richtig in Amed angekommen und hatten uns natuerlich auch ne Menge zu erzaehlen!

Ubudwanderung.

Wandern gehen
Auch im nahem Umfeld Ubuds gibt es eine Menge zu entdecken. Am besten bei einer Wanderung! Die Landschaft laedt dazu ein immer weiter und weiter zu laufen … Auch wir wurden von der Landschaft in den Bann gezogen. Recht schnell kann so aus einem geplanten 1-Stunden-Spaziergang eine 4-Stunden-Wanderung werden :)
Die ausgeschilderten Wanderwege – ja, es gibt hier tatsaechlich „richtige“ Wanderwege – machen es einem wirklich einfach sich in den Reisfeldern oder umliegenden Bauerndoerfern zu verlieren … Ja, das war dann das etwas andere Ubud … Wie immer in der Mittagssonne :)

Tempel-Overkill!

Eine Tagestour
In Ubud macht es wirklich Sinn, sich fuer einen Tag lang auf eine der Tempeltouren einzulassen. Allein schon wegen der zentralen Lage, kommt man von Ubud ueberall hin und kann so die schoensten Tempel Balis versuchen zu geniessen.

Ich schreibe bewusst „versuchen“, denn stellenweise machen es einem die doch sehr penetranten Souvenirverkaeufer nicht sehr einfach einen Tempelbesuch zu geniessen.
Trotz allen Widrigkeiten hatten wir eine Menge Spass und haben an jenem Tage wirklich eine Menge gesehen …

Aber lassen wir doch lieber Bilder sprechen:

PS.: Bitte bitte fragt uns nicht nach den Tempelnamen, da haben selbst wir kaum mehr einen Durchblick … Wer aber einen Namen kennt, kann ihn gerne hier posten :D

Ubud, Tempel und mehr …

Ubud – nicht nur eine gediegene „kleine“ Stadt, sondern auch noch DIE Stadt der Kultur in Bali schlechthin. Dementsprechend gestaltet sich auch das Stadtbild von Ubud. An jeder Ecke trifft man auf Kunstgallerien und Antiquitaetenhaendler. Von traditioneller Kunst bis zur neuen Modernen ist hier alles anzutreffen.
Weiterhin entdeckt man hier viele alte Tempel, die abends zum Schauplatz traditioneller Taenze/Musik werden.
Fuer jeden ist also etwas dabei …

Unsere Aktivitaeten beschraenkten sich im wesentlicher eher auf die Erholung vom „Kuta-Stress“ – denn es war hier schoen ruhig im Vergleich zu Kuta. Unser Guesthouse war wirklich sehr schoen und so konnte man auch gerne mal einen Tag mit „Nichtstun“ verbringen …

Einmal quer durch Bali.

UBUD
In den letzten Tagen waren wir wirklich nicht untaetig – auch wenn wir uns nicht meldeten, waren wir auf trab. Wir besuchten unter anderem die kulturelle Hochburg Balis. Ubud, ein kleines Staedtchen, gepraegt durch traditionelle Kunst und einer Menge Galerien. Aber das eigentlich Highlight war das Umland mit seinen unzaehligen Reisfeldern und kleinen Minidorfgemeinschaften.

AMED
Und dann war da noch Amed, eine Region im Nordosten Balis, gepraegt durch Ackerbau und Fischerei. Voellig abgeschieden von moderner Kommunikation genossen wir dort das “ etwas andere“ Leben Indonesiens – fernab vom Laerm der Motorroller und Strandverkaeufer. Touristen gab es hier kaum, dafuer aber umso mehr Sterne am klaren, naechtlichen Himmel (Im Ernst, in meinem Leben habe ich noch nie einen so schoenen Sternenhimmel bei Neumond gesehen).

Die „selbstgemachte“ Kuta-Tempel-Tour

Planen und Buchen
Das Buchen einer solchen Tour ist gar nicht so schwer. Man schaut sich einfach ein wenig an den Infostaenden in Kuta um und mietet sich dann ein Auto (samt Fahrer) fuer einen halben oder gesamten Tag. Ein halber Tag sollte in unserem Falle reichen, denn auf dem Tagesplan standen lediglich 2 Tempel, die sich wirklich interessant anhoerten und obendrein auch nicht besonders weit von Kuta entfernt lagen: 1. Tanah Lot, 2. Uluwatu.
Der Trip wurde einen Tag vorher ausgehandelt, gebucht und eine Anzahlung getaetigt. Am kommenden Tag sollten wir vom Fahrer um 9.00h am Hotel abgeholt werden und unsere Rundreise starten. Leichter gesagt als getan: Nach einer ewigen und sinnlosen Diskussion ueber den am Vortag ausgehandelten Preis, starteten wir schlussendlich um 10.00h. Allesamt ein wenig genervt … Allerdings konnte der Fahrer am wenigsten fuer die Missverstaendnisse. Er war eben nur der Fahrer und tat uns fast schon leid.

Uluwatu
Die Fahrt zum Uluwatu Tempel war recht gediegen. Komischerweise sieht man waehrend der Fahrt kaum etwas von der balinesischen Landschaft. Die Hauptstrassen auf der Insel sind allesamt von einer Haeuserreihe kilometerweit umsaeumt – exakt eine Hausreihe, dahinter folgen die Felder und Waelder … und leider gibt es noch keine Glashaeuser! Ausser dem heftigen Verkehr auf den Strassen, gab es recht wenig zu bestaunen. In nicht einmal einer Stunde erreichten wir den Tempelkomplex Uluwatu. Mitten auf einer Klippe stehen die Tempel- und Klosteranlagen. Es erscheint fast schon irreal, wenn man dort oben auf das Meer, die Brandung und die hohen Wellen schaut. Der heiligste Innere des Tempelkomplexes blieb uns jedoch verschlossen. Touristen haben hier leider keinen Zutritt. Dennoch lohnt sich ein Ausflug hierher. Denn die umliegenden Klippen lassen sich ohne weiteres erkunden und sorgen so fuer unvergessliche Bilder.
In Uluwatu erlebt ein wenig die Urspruenglichkeit der Tempelanlagen. Vom grossangelegten Massentourismus merkt man zum Glueck reichlich wenig (Vielleicht eher bei Sonnenuntergang?!) Auch von aufdringlichen Souvenierverkaeufern wurden wir zu dieser Tageszeit weitestgehend verschont. Jedoch sollte man sich vor den Affen (indonesische Makacken) in acht nehmen … die chronisch kleptomanischen Viecher koennen einem sicherlich schnell den Nerv rauben, wenn man sich zu sehr auf sie einlaesst. Uns hingegen liessen sie links liegen. Wahrscheinlich auch, weil wir kein „Futter“ fuer sie dabei hatten :)

Tanah Lot
Der Tempel im Meer. Uns war dieser Tempel vor allem durch die vielen Postkartenmotive bekannt. „Da muessen wir hin! Sowas imposantes gibt es nur einmal!“
Und in der Tat, sowas gibt es nur einmal … Bei halber Ebbe erreichten wir den Tempel. Der Ueberweg zum Tempel war also noch sichtbar und Touristen stroemten bereits auf die flachen Felsen der nahegelegenen Brandung. Urlaubsfoto, mit dem Tempel im Nacken, von rechts rauscht das Meer heran … Wer kennt sie nicht, solch kitschige Urlaubserrinnerungen?! Nun sind wir hier und geniessen auch dieses Schauspiel. Auch diese Tempelanlagen sind fuer den Ottonormalbesucher tabu. Aber dies ist nicht weiter tragisch, da sich von den umliegenden Felsen, Klippen und sonstigen „View Points“, sehr schoene Blicke auf den Tempel (der uebrigends viel kleiner als auf den Postkarten erscheint) ergeben. Ein weiteres Highlight ist ein angrenzender Park, der den Blick in die naechste Bucht freigibt … Die Landschaft, die Klippen und das Meer stohlen dem Tempel fast die Show.
Richtig voll wird es hier sicherlich erst gegen Abend. Postkartenmotive zeigen den Tempel im Sonnenuntergang. Dementsprechend viele Touristen moechten dies natuerlich hautnah miterleben – anders kann man sich die gross angelegten Restaurants (mit bestem Meeresblick) nicht erklaeren. Gegen Mittag traf man hier auf gaehnende Leere. Auch die unzaehligen Souveniershops liefen momentan auf Sparflamme. Aber wahrscheinlich war genau dies nur die Ruhe vor dem Sturm!

Wahrscheinlich haben wir heute nur glueck gehabt und konnten desshalb die Tempel in vollen Zuegen geniessen… Wenn es jedoch jedesmal gegen Mittag so aussieht, dann ist dies auf jeden Fall einen Halbtagesausflug wert. 5 Stunden waren wir insgesamt unterwegs und bezahlten rund 250.000 Rp. (rund 16 Euro) fuer das Auto, was in diesem Falle durch 3 Personen geteilt wurde. Die Kommissionen und Parkgebuehren fuer die Tempel sind nicht weiter erwaehnenswert und blieben im Centberreich. Alles in Allem also eine schoene Abwechslung gegenueber dem ueberlaufenen „Kulturschock“ Kutabeach!