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Rumble in the Jungle!

Bako National Park
Der Tag fing eigentlich nicht sehr ideal fuer einen Dschungelausflug an: Es schuettete aus allen Kuebeln. Dabei sind wir doch extra frueh raus, um noch die morgendliche Frische zu geniessen und einer der ersten Busse zum Bako Nationalpark zu erwischen. Naja, das Wetter kann man leider nicht immer beeinflussen, da hilft auch kein ums Feuer huepfen und Formelbeschwoeren… Dennoch ging es rund eine Stunde spaeter los. Der Regen hatte sich gelegt und die Sonne kam ab und an raus und zeigte was sie kann :)

Ab nach Bako
Mit 2 Amis, eigentlich zwei Neuseelaender, teils aus Suedafrika mit Wurzeln in Indien und ach was weiss ich nicht alles. … ging es mit dem Bus zum Nationalpark. Dort angekommen ging es mit einem Boot weiter zum Headquarter des entlegenen Parks. Dort sammelten wir erste Infos zum Park und starteten unseren Trek – Ein Rundpfad, der alle erdenklichen Dschungelarten Borneos beinhalten sollte.
Und so war es auch, 4 Dschungelarten waren selbst fuer uns absolut nachvollziehbar: Mangroven (mit Krodolien, die sich nicht blicken lassen haben), Palmen-Dschungel am Hang des Berges, trockenes Hinterland und dichter Urwald mit Lianen und vielen Moosen …
Der Dschungelrundweg ist „NUR“ 5,7 km lang, wird aber mit rund 4 Stunden veranschlagt. Ach, das schaffen wir doch schneller, dachten wir … Ha ha, falsch gedacht! Es ging steile Stufen und Wurzeln bergauf, dann ein Stueckchen gerade, wieder herunter, hoch, dann quer, hier durch nen paar Felsspalten und dann ueber nen Bach … Es kam uns ewig vor! Allerdings verging die Zeit auch wie im Fluge. Auch wenn wir schon so manches Dschungelabenteuer hinter uns haben, hier erlebten wir so viel Neues, dass es schwer fiel nicht an jeder Ecke wieder stehenzubleiben, um die neuen Eindruecke zu verarbeiten!

Fazit
Wer einen Tagesausflug (frueh Ankommen empfielt sich!) in den Bako Nationalpark plant, der sollte sich diesen Rundweg, namens Lintang wirklich mal genauer anschauen. Hier wird einem eine Menge geboten. Nicht nur von der Vegetation her, sondern auch (mit viel Glueck) von Seiten der tropischen Fauna. Wahrscheinlich haben wir eine Horde von diesen sehr seltenen Nasenaffen gesehen … Aber da wir beide keine Biologen sind, tappen wir wohl weiterhin im dunklen :)
Auch dieser Park bietet Uebernachtungsmoeglichkeiten an – Fuer die, die wirklich nicht genug bekommen koennen. Fuer uns aber, war der Lintang Rundweg genau richtig!

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Und wo sind die Tiger?

Dschungelkinder: Part X…
Kaum aus den Cameron Highlands entflohen – und auf den Perhentians relaxed – zog es uns magisch in den Taman Negara Nationalpark. Hier sollten wir den aeltesten Regenwald der Welt bestaunen duerfen und die Moeglichkeit haben ueber Haengebruecken in rund 40m Hoehe umherspazieren zu koennen… Also Grund genug fuer uns „Moskito Islands“ (Perhentians) zu verlassen, um uns dem „Leech Paradise“ (Taman Negara) zu widmen!
Schlau wie wir sind, buchten wir noch vor dem Betreten der Inseln ein Open-Day Ticket nach Taman Negara, und so sollte die Ueberfahrt sehr stressfrei und simpel ablaufen… Es fing auch alles sehr gediegen an, wenn dort nicht die unverhersehbaren Komplikationen (andere Touristen!!!) alle Plaene in Schutt und Asche legen wuerden. Ein Beispiel: Nach derm Verlassen der Insel mit dem Boot, geht es mit einem Bus weiter. An einer zentralen Stelle – ein Ort irgendwo im Niergendwo – wird zum Mittag halt gemacht und die Leute, entsprechend ihreres Reisezieles auf kleinere Minibusse verteilt. Hierbei wird auch das GEPAECK mit verladen und umgeladen… Warum zum Teufel kommen einige Leute erst nach 5 Stunden Weiterfahrt, mitten auf der Autobahn auf die Idee nach ihren Taschen zu suchen?! Ein weiteres Beispiel waeren die aufgetakelten Maedels, denen erst nach dem Verlassen der Stadt einfaellt, dass es im Dschungel keinen Geldautomaten gibt!!! Natuerlich mussten wir umkehren, um einen passenden Automaten zu suchen (schliesslich haben die Damen nur KREDITKARTEN dabei!!!). Sitzt man dann noch neben einer laut mosernden Australierin, die sich ununterbrochen ueber die Ueberlaenge der Fahrt beschwert, ist man wirklich froh, nach 10 Stunden (geplant waren 6 Stunden) die Ruhe des Dschungels erreicht zu haben… waere da nicht die nervige Katze, die uns bis in die Nacht hinein wach hielt… um dann morgends vom Muezin der benachbarten Moschee geweckt zu werden :)

Die Mutprobe
Trotz allem: Der Taman Negara Nationalpark und das Oertchen Kuala Tahan, in dem wir uns einquartierten, waren wirklich schoen! Und vor allem hatten wir ein super Wetter… keinen Tropfen Regen, solange wir im Wald unterwegs waren – und es ist immerhin der aelteste Regenwald der Welt :)
Leider waren nur zwei volle Tage fuer Aktivitaeten eingeplant, so dass wir gleich am ersten Tag den sog. Canopy Walk in Angriff nahmen. Nach etwa 45 Minuten Dschungeldurchquerung erreichten wir den Anfangspunkt des Canopy Walk und stiegen in die Baumwipfel auf… denn ueber durchaus sehr wackeligen Haengebruecken geht es von Baumplattform zu Baumplattform. Im Nichts haengend, erlebt man so den Regenwald auf ganz andere Art und Weise und stellt schnell fest, dass in dieser luftigen Hoehe eine ganz andere Vegetation als in Bodennaehe vorhanden zu sein scheint… und, dass 40m verdammt hoch sein koennen!!! So wackelten und schaukelten wir weiter bis zum Abstieg aus den Baeumen und wanderten langsam zurueck nach Kuala Tahan.

Nacht Safari
Ein weiteres Highlight sollte die Nacht Safari werden. In einem Pickup ging es in eine nahegelegene Palmenplantage (keine Ahnung, was da fuer komische Fruechte angebaut wurden – Kokosnuesse waren es jedenfalls nicht!), die sich prima fuer das Sichten von seltenen Tieren eignen sollte… Die 2 stuendige Fahrt durch die dunkle Nacht, mit dem funkelnden Sternenhimmel war wirklich schoen – zu sehen gab es jedoch kaum etwas! Aber so ist das nunmal mit der wilden Natur; man kann eben nicht alles auf Bestellung haben! Leider verstanden das nicht die verwohnten Englaender der Nintendogeneration, die sich lautstark ueber die Safari beschwerten! Ich weiss nicht, was sie erwartet haben, aber vorab informiert scheinen sie sich nicht gehabt zu haben… „Wir dachten, wir koennten Tiger sehen!“ – Klar, die Viecher pennen fast 20 Stunden am Tag, und da rennt uns in einer Plantage einer der rund 700 noch lebenden malayischen Tiger ueber den Weg! … „Und wir wollten doch Affen sehen!“ – Hallo?! TAGaktive Lebewesen? … „Und warum fahren wir nicht durch den Dschungel?“ – Nun ja, deine Freundin heult ja schon fast, wenn wir einen Busch streifen. Und wir sind auf einer STRASSE in einer geordneten Plantage! Und ausserdem; Was passt hier nicht zusammen: Nationalpark, Naturschutz, verdammt dichter Dschungel, AUTO (?!)
Man man man, waeren die doch in ihrem Ferienresort ein Thailand geblieben und haetten ihre Tiger im „Tiger Temple“ bewundert :D Aber zum Glueck gehoert die deutsche Sprache, hier in Malaysia zu einer selten gesprochenen Sprache, so dass wir uns auch so koestlich amuesieren konnte!

Am folgenden Tag wurde der Dschungel wieder auf eigene Faust erobert… Es ist aber auch einfach zu schoen, wenn man durch den Wald laeuft, den Geraeuschen lauscht und an einem schoenen Plaetzchen einfach die frische (und heisse, feuchtschwuele) Luft geniesst!

P.S.:Fuer den interessierten Hobbybiologen… Folgende Dschungelbewohner wurden in den 3 Tagen gesichtet: Wildschweine, 2 Schlangen, Makacken, Wald-Pfaue, Monitorlizards, Eichhoernchen, die besagten Nager, viele Fische im Fluss und unzaehlige Insekten…