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AMED III

Die restliche Zeit verbrachten wir ziemlich relaxed in Amed und Umgebung. Entspannen stand auf dem Wunschzettel und die Wuensche wurden erhoert und erfuellt … Zusammen mit Valerie und Nano verbrachten wir so eine schoene Zeit in Amed.

Abschliessend laesst sich sagen, dass wir wirklich ein gaaaanz anderes Indonesien als wir es bisher kannten erleben durften. Wir lernten viel ueber die Kultur und dem meist sehr aermlichen Leben in den Fischerdoerfchen in Amed. Ein Highlight war ein gemeinsames Abendessen im Hause der Organisation ANAK. Valerie und ihre 2 Mitbewohnerinnen luden uns hierzu an unserem letzten Abend in Amed zu sich ein. Hier wurde wirklich klassisch indonesisch zubereitet und gekocht – Der Fischer, der das Abendessen mit leckeren Makrelen versorgte war ebenfalls mit von der Partie :)
Und das es super schmeckte, braucht man an dieser Stelle nicht zu erwaehnen …

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Was macht man eigentlich in Kuta?

Die Uniformitaet der Strandschnepfen
Als erstes Ziel in Bali entschieden wir uns fuer Kuta. „Da is was los! Da musst du hin!“ – so hiess es. So buchten wir auch die Tour von Jogja nach Denpasar +Zwischenstopp auf dem Mount Bromo. Ansich ein guter Plan, wenn nicht Kuta waere …

Ich verstehe es nicht so ganz, dass Bali (vor allem auch Kuta!!!) in gleichem Atemzuge mit den Malediven, Bahamas und was weiss ich nicht alles genannt wird, wenn es um Traumdestinationen dieser Welt geht. Vor allem Kuta ist unserer Meinung nach alles andere als eine Traumdestination dieser Welt! Kuta, eine boomende indonesische Stadt, vollkommen in der Hand des Tourismus. Neben Dolce & Gabanna, Gucci und Prada dominieren hier die „Surfer-Brands“. In aehnlich luxurioes ausgestatteten Filialen wird hier alles angeboten, was das westliche Surferherz hoeher schlagen laesst. Und Surfen wird hier in Kuta allemal gross geschrieben. Naja, was heisst hier eigentlich surfen?! … es reicht eigentlich, wenn man ein Brett unter dem Arm traegt um „cool“ zu sein.
Dennoch: Die Wellen am Kutabeach sind ohne Zweifel perfekt zum Wellenreiten. So tummeln sich in den Wellen des Kutabeach sowohl Anfaenger, als auch Fortgeschrittene … seltener mal ein Star der Szene. Aber sind wir nicht alle Surfer? „Aber klar doch!“ – Solange wir eine ueberlange Surfershorts auf halb acht haengen haben, blondierte, lange Haare unser eigen nennen koennen, eine verpilzte Cap in 120 Grad nach hinten aufsetzen und in der einen Hand das Board und in der anderen ein Bier halten koennen, dann haben wir die Aufnahmepruefung schon fast geschafft!

Aber Moment, da fehlen doch noch die „Surfer Chicks“ … Um in Kuta (Leute, ich denke mir das wirklich nicht aus) auch die letzten Klischees zu bedienen, muessen wir ja noch die Blondchen vom Grill (Strand) holen! Entweder bringt man dem Maedel seiner Wahl (die ueblichen Stereotypen bevorzugt) das Surfen bei, oder graebt sie direkt auf einer der unzaehligen, naechtlichen Parties an. Denn dafuer steht Kuta auch mit seinem Namen: Das „exzellente“ Nachtleben.
Die „Clubs“ sehen allesamt wirklich schick aus – keine Frage. Allerdings haben diese Geldmaschinen leider nicht viel zu bieten. Gross angepriesene Djs der elektronischen Musik, entpuppen sich allzuoft als Mogelpackung aus Uebersee und daempfen mit schlechtem Taktgefuehl die Partylaune. Aber wahrscheinlich waren wir einfach nicht betrunken genug … Kommt man zu guter letzt doch noch in Stimmung (was man nicht alles tut, um wirklich neutral berichten zu koennen :D), so macht der Laden auch schon wieder zu – Ab 3.00h ist hier meistens schon zappe!

Fazit
Eine Surferstadt ohne Gleichen, leider auch mit all ihren Klischees. Ein sehr sehr junges Publikum, viel Alkohol, viel Verkehr in den engen Gassen, penetrant wirkende Taxifahrer und Souvenirverkaeufer, die einem echt schon leid tun koennen … Das ist Kuta! Wer nicht ein absoluter hardcore Surfer ist und immer nach der besten Welle sucht, oder eben doch nur den primitiven Spass bevorzugt, der ist hier Kuta herzlich willkommen …
Bleibt nur noch eine Frage zu klaeren: Warum waren wir so lange dort? Ich glaube das schoene Hotel, der schoene Pool im Garten, die Bekanntschaften aus dem Bus aus Jogja und schlussendlich der Geburtstag von Marco sind daran schuld … Aber rechtfertigen muss man sich wirklich nicht – wir hatten einfach Spass. Eben auf unsere Art und Weise!
Ach ja, wer hier das Surfen lernen moechte, der sollte sich schon einmal auf rund 15 US Dollar fuer 2 Lernstunden einstellen :D

Go Go Power Rangers!

Perhentian Islands
Nachdem wir auf Pulau Perhentian Kecil, der kleineren der beiden Perhentian Inseln, angekommen waren, sind wir erstmal ins Meer gegangen, um zu pruefen, ob es echt ist. So klar, so blau, so kitschig – unglaublich. Doch nach kritischer Untersuchung von Sand und Wasser konnten wir die Echtheit feststellen.

Turtle Bay
Diese Bedingungen wollten wir natuerlich irgendwie sinnvoll nutzen (mal abgesehen von Schwimmen, in der Sonne liegen, etc. ;P ) und haben in unserem Guesthouse eine Schnorcheltour mit Henry gebucht, einem kleinen, durchgeknallten Malayen. Auch die anderen, die an der Tour teilnahmen schienen lustige Kerlchen zu sein.
Als alle im Boetchen sassen ging es los, erstes Ziel: Turtle Bay. Und die Tour verspricht, dass man AUF JEDEN FALL Schildkroeten sieht! Wie bei unserem Glueck kaum anders zu erwarten war – da war keine. Doch Henry war hartnaeckig! Er fuhr mit seinem Motorboot ca. eine halbe Stunde hin und her und im Kreis herum bis allen schwindelig war und wir mit Abgasen zugenebelt waren. Doch ploetzlich der freudige Ausruf: „There is one! Hurry! Go Go Power Rangers!“ Alle torkelten ins Wasser, um dann festzustellen, dass es ein Stein war.
So entscheden wir uns, vielleicht doch erstmal den naechsten Spot anzufahren, wo es viele schoene Korallen und bunte Fische gab (wie ihr seht – ich bin ausserst vertraut mit Namen von Meeresbewohnern …). Da ich vorher noch nie Schnorcheln war, hatte ich noch etwas mit Maske und Schnorchel zu kaempfen und konnte mich nicht so recht auf die Unterwasserwelt konzentrieren …

Shark Point
Doch am naechsten Punkt hat es zum Glueck besser geklappt! Waere auch ziemlich bloed gewesen, dort nichts zu sehen, denn es war der Shark-Point! Henry ist mit uns ins Wasser, damit er uns auf die interessanten Dinge aufmerksam machen kann, wenn er sie entdeckt. Also sind wir alle wie eine kleine Entenfamilie nach und nach ins Wasser gehuepft und hinter ihm her gepaddelt. Kaum waren wir alle untergetaucht, haben wir auch schon den ersten „Blacktip-Shark“ gesehen. Wirklich faszinierend! Diese Groesse, seine Bewegungen … Und obwohl man ganz genau weiss, dass er ungefaehrlich ist, wird es einem doch ein wenig mulmig (mir zumindest …). Nach zwei bis drei Minuten war das Schauspiel dann aber leider auch schon wieder vorbei, denn ab einer gewissen Entfernung war er einfach nicht mehr zu erkennen. Also zog die Entenfamilie weiter, um nach weiteren interessanten Meeresbewohnern Ausschau zu halten und entdeckte einen ganzen Schwarm Humphaeds (oder auch Napoleon Fische). Grosse dicke Fische, nicht ganz so elegant wie ein Hai, aber auch interessant. Vor allem, da einer sich vor unserer Nase der unverdaulichen Reste seines Mittagessens entledigte, welche Henry auffing. Es war ein Stueck Koralle und wenn man es auf diese Weise erwirbt, soll es Glueck bringen … Na dann.

Turtle Bay die Zweite
Im Anschluss versuchten wir noch einmal unser Glueck am Turtle Bay, wo wir nach erneutem im Kreis fahren, dann schliesslich tatsaechlich eine Schildkroete entdeckten! Putzige Tierchen, die sich ueberhaupt nicht daran stoeren, beobachtet zu werden und sogar direkt neben einem an die Oberflaeche kommen.

Quallen Attacke!
Zum Schluss folgten noch zwei weitere Plaetze, wo wir auf eigene Faust umher schnorcheln konnten. Wir haben viel gesehen und hatten viel Spass! Wenn man mal von den vielen SCH*@!#* Quallen absieht, die einfach nur hoellisch Schmerzen bereiten und es keinen Weg gibt zu entkommen …

Langkawi…

Langkawi ist wirklich eine schoene „kleine“ Insel an der Westkueste von Malaysia… Bestehend aus einem Archipel besitzt Langkawi rund 99 Tocherinseln um sich herum – wobei nur Langkawi bewohnbar ist.

Angekommen sind wir hier am 22. April. Ein wirklich sehr flottes Boot (ich glaub ja immer noch, dass es ein Tragflaechenboot war) brachte uns direkt nach Kuah Town. von Kuah ging es mit einem Taxi (Busse gibt es hier nicht) weiter an einen rund 25km entfernten Strand, wo auch die Unterkuenfte ein klein wenig billiger sein sollten…
Schon bei der Taxifahrt zeigte sich die Schoenheit von Langkawi. Die Vegetation ist irgendwie anders, als auf den Inseln Thailands. Zudem war alles gruen, keine verdoerrten Pflanzen, Nebel steigt aus den bewaldeten Bergen auf… es sah einfach schoen aus.

Am folgenden Tage wurden wir magisch von den „Duty free“ Shopping Malls in Kuah angezogen. Ergebnis des Shoppingwahns: Ein Nintendo DS und eine PSP – fragt bitte nicht, was wir hier in Asien damit wollen :D

Gestern erfuhren wir hautnah, warum Langkawi so gruen erscheint: Es schiffte aus allen Kuebeln! Ein schoener Monsunregen, der allerdings den gesamten Tag anhielt. Nach Aussagen der Locals, kann so ein Regen auch gerne mal ein paar Tage andauern – denn es wehte kein Wind, der die Regenwolken haette weitertreiben koennen.
Gluecklicherweise haben wir ja fuer eine solche Eventualitaet instinktiv vorgesorgt, und konnten den regnerischen Tag mit Super Mario und Co. verbringen :)

Heute sieht die Welt schon wieder anders aus: Sonnenschein und Hitze! Demnach wurde zu aller erst der Strand unter die Lupe genommen… und man muss sagen: Hier laesst es sich aushalten!

Allerdings gibt es noch wesentlich mehr in Malaysia zu sehen… und Langkawi war nur als ein Zwischenstop eingeplant… Dementsprechend werden wir wohl morgen oder uebermorgen mit der Faehre nach Penang uebersetzen :)

Update Bilder: