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Tempel-Overkill!

Eine Tagestour
In Ubud macht es wirklich Sinn, sich fuer einen Tag lang auf eine der Tempeltouren einzulassen. Allein schon wegen der zentralen Lage, kommt man von Ubud ueberall hin und kann so die schoensten Tempel Balis versuchen zu geniessen.

Ich schreibe bewusst „versuchen“, denn stellenweise machen es einem die doch sehr penetranten Souvenirverkaeufer nicht sehr einfach einen Tempelbesuch zu geniessen.
Trotz allen Widrigkeiten hatten wir eine Menge Spass und haben an jenem Tage wirklich eine Menge gesehen …

Aber lassen wir doch lieber Bilder sprechen:

PS.: Bitte bitte fragt uns nicht nach den Tempelnamen, da haben selbst wir kaum mehr einen Durchblick … Wer aber einen Namen kennt, kann ihn gerne hier posten :D

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Ubud, Tempel und mehr …

Ubud – nicht nur eine gediegene „kleine“ Stadt, sondern auch noch DIE Stadt der Kultur in Bali schlechthin. Dementsprechend gestaltet sich auch das Stadtbild von Ubud. An jeder Ecke trifft man auf Kunstgallerien und Antiquitaetenhaendler. Von traditioneller Kunst bis zur neuen Modernen ist hier alles anzutreffen.
Weiterhin entdeckt man hier viele alte Tempel, die abends zum Schauplatz traditioneller Taenze/Musik werden.
Fuer jeden ist also etwas dabei …

Unsere Aktivitaeten beschraenkten sich im wesentlicher eher auf die Erholung vom „Kuta-Stress“ – denn es war hier schoen ruhig im Vergleich zu Kuta. Unser Guesthouse war wirklich sehr schoen und so konnte man auch gerne mal einen Tag mit „Nichtstun“ verbringen …

Die „selbstgemachte“ Kuta-Tempel-Tour

Planen und Buchen
Das Buchen einer solchen Tour ist gar nicht so schwer. Man schaut sich einfach ein wenig an den Infostaenden in Kuta um und mietet sich dann ein Auto (samt Fahrer) fuer einen halben oder gesamten Tag. Ein halber Tag sollte in unserem Falle reichen, denn auf dem Tagesplan standen lediglich 2 Tempel, die sich wirklich interessant anhoerten und obendrein auch nicht besonders weit von Kuta entfernt lagen: 1. Tanah Lot, 2. Uluwatu.
Der Trip wurde einen Tag vorher ausgehandelt, gebucht und eine Anzahlung getaetigt. Am kommenden Tag sollten wir vom Fahrer um 9.00h am Hotel abgeholt werden und unsere Rundreise starten. Leichter gesagt als getan: Nach einer ewigen und sinnlosen Diskussion ueber den am Vortag ausgehandelten Preis, starteten wir schlussendlich um 10.00h. Allesamt ein wenig genervt … Allerdings konnte der Fahrer am wenigsten fuer die Missverstaendnisse. Er war eben nur der Fahrer und tat uns fast schon leid.

Uluwatu
Die Fahrt zum Uluwatu Tempel war recht gediegen. Komischerweise sieht man waehrend der Fahrt kaum etwas von der balinesischen Landschaft. Die Hauptstrassen auf der Insel sind allesamt von einer Haeuserreihe kilometerweit umsaeumt – exakt eine Hausreihe, dahinter folgen die Felder und Waelder … und leider gibt es noch keine Glashaeuser! Ausser dem heftigen Verkehr auf den Strassen, gab es recht wenig zu bestaunen. In nicht einmal einer Stunde erreichten wir den Tempelkomplex Uluwatu. Mitten auf einer Klippe stehen die Tempel- und Klosteranlagen. Es erscheint fast schon irreal, wenn man dort oben auf das Meer, die Brandung und die hohen Wellen schaut. Der heiligste Innere des Tempelkomplexes blieb uns jedoch verschlossen. Touristen haben hier leider keinen Zutritt. Dennoch lohnt sich ein Ausflug hierher. Denn die umliegenden Klippen lassen sich ohne weiteres erkunden und sorgen so fuer unvergessliche Bilder.
In Uluwatu erlebt ein wenig die Urspruenglichkeit der Tempelanlagen. Vom grossangelegten Massentourismus merkt man zum Glueck reichlich wenig (Vielleicht eher bei Sonnenuntergang?!) Auch von aufdringlichen Souvenierverkaeufern wurden wir zu dieser Tageszeit weitestgehend verschont. Jedoch sollte man sich vor den Affen (indonesische Makacken) in acht nehmen … die chronisch kleptomanischen Viecher koennen einem sicherlich schnell den Nerv rauben, wenn man sich zu sehr auf sie einlaesst. Uns hingegen liessen sie links liegen. Wahrscheinlich auch, weil wir kein „Futter“ fuer sie dabei hatten :)

Tanah Lot
Der Tempel im Meer. Uns war dieser Tempel vor allem durch die vielen Postkartenmotive bekannt. „Da muessen wir hin! Sowas imposantes gibt es nur einmal!“
Und in der Tat, sowas gibt es nur einmal … Bei halber Ebbe erreichten wir den Tempel. Der Ueberweg zum Tempel war also noch sichtbar und Touristen stroemten bereits auf die flachen Felsen der nahegelegenen Brandung. Urlaubsfoto, mit dem Tempel im Nacken, von rechts rauscht das Meer heran … Wer kennt sie nicht, solch kitschige Urlaubserrinnerungen?! Nun sind wir hier und geniessen auch dieses Schauspiel. Auch diese Tempelanlagen sind fuer den Ottonormalbesucher tabu. Aber dies ist nicht weiter tragisch, da sich von den umliegenden Felsen, Klippen und sonstigen „View Points“, sehr schoene Blicke auf den Tempel (der uebrigends viel kleiner als auf den Postkarten erscheint) ergeben. Ein weiteres Highlight ist ein angrenzender Park, der den Blick in die naechste Bucht freigibt … Die Landschaft, die Klippen und das Meer stohlen dem Tempel fast die Show.
Richtig voll wird es hier sicherlich erst gegen Abend. Postkartenmotive zeigen den Tempel im Sonnenuntergang. Dementsprechend viele Touristen moechten dies natuerlich hautnah miterleben – anders kann man sich die gross angelegten Restaurants (mit bestem Meeresblick) nicht erklaeren. Gegen Mittag traf man hier auf gaehnende Leere. Auch die unzaehligen Souveniershops liefen momentan auf Sparflamme. Aber wahrscheinlich war genau dies nur die Ruhe vor dem Sturm!

Wahrscheinlich haben wir heute nur glueck gehabt und konnten desshalb die Tempel in vollen Zuegen geniessen… Wenn es jedoch jedesmal gegen Mittag so aussieht, dann ist dies auf jeden Fall einen Halbtagesausflug wert. 5 Stunden waren wir insgesamt unterwegs und bezahlten rund 250.000 Rp. (rund 16 Euro) fuer das Auto, was in diesem Falle durch 3 Personen geteilt wurde. Die Kommissionen und Parkgebuehren fuer die Tempel sind nicht weiter erwaehnenswert und blieben im Centberreich. Alles in Allem also eine schoene Abwechslung gegenueber dem ueberlaufenen „Kulturschock“ Kutabeach!

Borobudur und Brambanan.

Der Doppelpack im Morgengrauen
Was sich zunaechst wie zwei feurige, orientalische Gewuerzmischungen anhoert, entpuppt sich schlussendlich zu zwei wunderschoenen Tempelanlagen auf Java! „DIE“ Tempel auf Java … Gelistet als Nummer 592 und 642 der „World Heritage List“, waere man als Touri doch wirklich bloede, wenn man sich „DIE“ Tempel entgehen lassen wuerde … Koste es was es wolle!!! – In diesem Falle unseren Schlaf … denn schon um 5:00h stand unser Fahrer, mit einem breiten Grinsen wartend vor der Tuer.

Borobudur
In einem nagelneuen Minivan ging es zur ersten Attraktion des Tages – aber HALT! „Vulcano – Sunrise! Look! Look!“, rief unser Fahrer und stand auf der Bremse. Und in der Tat sahen wir einen wunderschoenen Sonnenaufgang im Morgennebel und Vulkankullisse – DAS hat man wirklich nicht oft. Ein paar Fotos spaeter gings auch schon weiter.
Bei Borobudur angekommen, erinnert uns die gesamte Szenerie ein wenig an die alten Tempel von Ankor: Der Eingang zum Tempel Borobudur war von Souvenirshops belagert und der Eintrittspreis sucht in Indonesien seines Gleichen! 11 US-Dollar muss der Touri berappen, 7 US-Dollar der arme Student. Doch die relativ hoch erscheinenden Ausgaben und der Spiessrutenlauf durch die Souvenirshops lohnt sich wirklich. Borobudur wird zu Recht als „Forgotten World Wonder“ bezeichnet … Eine riesige Tempelanlage steht auf einmal direkt vor uns, umgeben vom morgendlichen Nebel, beschienen von den ersten Sonnenstrahlen des Tages!
Unsere Muedigkeit ist irgendwie nicht mehr zu spueren und die ersten paar Treppenstufen zur ersten Plattform der Tempelanlage werden noch gesprungen, spaeter dann eher geschlichen (vielleicht sind wir doch nicht so fit, wie wir dachten) – Sofort will alles erkundet werden! Und es lohnte sich. Das Lichtspiel auf dem Tempel im Morgengrauen, der kuehle Nebel, der langsam verschwand und den Blick auf umliegende Berge freigab, die wahnsinnige Architektur … Alles in Allem ein schoener Start in den Tag.

Prambanan
Nach einem Fruehstueck – Mehr schlecht als recht – ging es mit dem Auto weiter. Wir fuhren durch eine sehr sehr laendliche Gegend. Reisterassen, Reisernte, und Frauen in bunten Batikkleidern, die den Reis auf einfachen Felsbrocken dreschten. Viehwagen und Muskelkraft statt Traktor … Idyllisch, waeren da nicht die bloeden Mopeds um uns herum … Egal, zum wegschlummern reichte es, im nagelneuen Minivan mit Ledersitzen und Klimaanlage – irgendwie auch dekadent, wenn man die Bauern in der Hitze schufften sah und man selbst durch die getoenten Scheiben seine Fotos schoss …
Nach einem Zwischenstopp an einem Hindutempel (dessen eigentliche Attraktion der nebenstehende Riesen-Baum mit enormen Luftwurzeln war), ging es schnurstracks zur alten Tempelanlage Brambanan. Brambanan hat es leider schwer erwischt – ein schweres Erdbeben (2006, wenn ich mich nicht taeusche) hat fast jeden Tempel umgeschmissen! Relativ flott erschien uns der Wiederaufbau der Tempelanlage – so sind neben den vielen kleinen Steinhaufen (ehemals kleine Pagoden) die grossen Tempel fast wieder zu 100% hergestellt. Zumindest erschien es uns so … Aber wir lassen lieber (demnaechst) Bilder sprechen! Einen Tagesausflug, oder ein Theaterbesuch im benachbarten Freilufttheater, ist Brambanan auf jeden Fall wert. Auch die 6 US-Doller, die diesmal an der Kasse faellig waren.

Da nun schon die satte Mittagssonne Vollgas gab und wir diesmal schlauer sind als sonst, entschieden wir uns nach rund 1,5 Stunden Brambanan die Heimreise einzuleiten. Und so ging es wieder zurueck nach Jogja mit einem wirklich netten Fahrer, mit einem tollen Auto, mit toller Musik ins tolle Hostel :)

Georgetown und so…

Nostalgie
Die Tage hier in Georgetown, Penang vergehen echt im Fluge!!! Man glaubt es kaum. Man kann hier ewig durch alte Gassen laufen und stoesst immer wieder auf etwas neues. Hinter jeder Mauer, jeder Strassenecke gibt es etwas neues zu entdecken… Aber diese alten Strassen mit ihren superschoenen Kolonialbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert laden auch nur dazu ein, neu entdeckt zu werden.

Auffallend ist, wie unterschiedlich hier die einzelnen Viertel aussehen. Das eine Viertel erscheint eher heruntergekommen und prunkt dennoch mit einem gewissen Charme aus vergangen Tagen auf, ein anderes Viertel interpretiert die alten Gebaeude neu und integriert diese (meist ohne Erfolg) in moderne Architektur – Pure Kontraste. Ebenso verhaelt es sich mit den unterschiedlichen Tempeln, die hier in der „Multi-Kulti-Stadt“ verteilt stehen: An der einen Ecke eine Moschee, gefolgt von einem chinesischem Tempel, der wiederrum gegenueber einem indischen Tempel steht. Die folgenden Bilder stammen hier aus Georgetown und koennen mit Sicherheit nicht all das wiederspiegeln, was wir hier sehen und erleben… Es sind eben doch nur Bilder :)

Morgen werden noch weitere Bilder/Berichte folgen… aber als „Apetizer“ sollte es erst einmal langen :)

Ancient City Sukothai.

Seit gestern nachmittag befinden wir uns in Sukothai. Ein wirklich kleines, idyllisches „Doerfchen“ in Zentralthailand. Das Highlight hier: Eine versunkene Stadt!
Man kann sich das ganze aehnlich vorstellen, wie Ankor in Kambodscha… nur eben auf thailaendisch. Zu sehen gibt es hier unzaehlige Tempelanlagen-Ruinen, die die Jahrhunderte ueberdauerten. Ein zugehoeriges Museum informiert den interessierten Besucher ueber die geschichtlichen Zusammenhaenge der Region, sowie die kulturellen und religioesen Stile, die hier gepraegt wurden und ueber einige Zeit hinweg vorherrschten… Also schlicht weg ne Menge Stoff.

Lohnenswert ist ein Fahrradausflug in die versunkene Stadt. Jedoch sollte man nicht direkt in Sukothai das Rad mieten. Besser waere es, eines direkt vor dem Eingang der versunkenen Stadt zu besorgen, denn immerhin liegt diese ein paar Kilometer vom heutigen Sukothai entfernt… Besucht man diese Gegend in den trockenen Monaten (so wie wir, Feb. – Mai), dann sollte man sich eher auf eine Wuestensafari vorbereiten. 39 C sind wohl keine Seltenheit. Aus diesem Grunde ist frueh aufstehen angesagt. Und so ging es heute schon um knapp halb7 los…

Am Eingang wurden wir gleich von einem Fahradverleih angesprochen, ob wir denn nicht mit einem Fahrrad das Ganze Areal erkunden moechten: Hundert Gummipunkte, der Kandidat! Wir wollen BIKES!…
Los ging es -mehr schlecht als Recht- auf den sehr eigenwilligen Damenraedern. Alles soweit kein Problem. Noch war der Morgen schoen kuehl und der Fahrtwind sorgte fuer ein angenehm klimatisiertes Radfahren.
2 Stunden spaeter sah das ganze schon ein wenig anders aus. Schweiss triefte aus allen Poren und wir verfluchten die Idee bei so nem heissen Wetter Rad zu fahren! Wir zogen es durch… Wann immer man sich rollen lassen konnte, taten wir dies und erfreuten uns an der kurzen Abkuehlung.
Als es gegen Mittag immer heisser wurde, beschlossen wir in das Museum ueberzuwechseln. Als wir dort, schlauer denn je, wieder unsere eigentliche Koerpertemperatur erreichten, ging es wieder zurueck ins Guesthouse. Mittagsschlaf und warten, dass es kuehler wird :D

Auch wenn es sich nicht so anhoert… es war heut ein superschoener Tag, den wir total genossen. Nur die Hitze hat unseren Spass ein wenig ausgebremst – als Europaeer ist man das eben nicht gewohnt…

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